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Fans schauen ein WM-Spiel in Frankfurt

Fußball WM

Gibt es zur WM doch noch Public Viewing in Eschborn?

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Die Grünen hatten einen Antrag zum Public Viewing zurückgezogen. Doch die CDU scheint es für möglich zu halten, die Freien Wähler jedoch nicht.

Die Grünen möchten nicht den Eindruck erwecken, persönlich sehr daran interessiert zu sein, irgendwo im Stadtgebiet von vor einer öffentlichen Leinwand die Spiele der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen zu können. „Nun mag man von dem Ereignis halten, was man will“, lässt die Grünen-Sprecherin Bärbel Grade schon eine gewisse Distanz zu. Aber man werde eben immer wieder aus Kreisen der Bürgerschaft auf die Idee angesprochen und habe sie daher eingebracht.

Bekanntlich haben die Grünen den Antrag bereits im Verlauf der Ausschussberatungen zurückgezogen. Denn die anderen Parteien und auch der Magistrat machten deutlich, dass die Vorlaufzeit zu kurz ist, um alle Anforderungen zu erfüllen. Aber die Debatte war damit nicht beendet. Die CDU jedenfalls erweckt mit einer Erklärung den Eindruck, dass das letzte Wort in dieser Frage noch gar nicht gesprochen sei. Demgegenüber hat die FWE nach den Ausschussberatungen noch weitere Hindernisse erkannt.

Die CDU baut darauf, dass sie schon vor zwei Jahre einen Prüfungsantrag ähnlichen Inhalts eingereicht hatte und der Bürgermeister nun eine schnelle Prüfung zugesagt hatte. Dies hatte alles längst bearbeitet sein können, beschweren sich die Christdemokraten. Aber sie lassen durchblicken, dass je nach den Ergebnissen der Recherchen der Verwaltung es eventuell noch eine Chance auf Realisierung der Idee geben können.

Da liest sich eine Erklärung der Freien Wähler ganz anders. Für die FWE war eigentlich ausschlaggebend, dass die Stadt nicht die Zuschauer von den Bildschirmen der Vereine und Gastronomen weglocken solle. Ein Thema ist für die FWE auch nicht nur der hohe Aufwand, den zu leisten die Stadt nach Aussage von Bürgermeister Mathias Geiger gar nicht in der Lage sei. Daneben müsste auch ein Genehmigung des Weltfußballverbandes eingeholt werden, zu klären sei, wie die Tickets vergeben werden und ob der Rathausplatz überhaupt der richtige Standort sei. Nach einem Gespräch mit einer Agentur hat die FWE zwar den Eindruck, dass die Idee bei einer ganz schnellen Entscheidung zwar noch umsetzbar sei. Sinnvoller sei, sich dies rechtzeitig für die Europameisterschaft in zwei Jahren vorzunehmen.

(bt)

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