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Köstlichkeiten und Kultur aus aller Welt

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Die ukrainischen Frauen hatten gebacken. Ihr Stand war durchweg gut besucht.
Die ukrainischen Frauen hatten gebacken. Ihr Stand war durchweg gut besucht. © efx

Vielfältiges Miteinander: Der Rathauschef freut sich über die „wunderbare Vielfalt“ in der Stadt.

Eschborn -Die syrischen Frauen reichen Kibbeh und gefüllte Weinblätter. Besonders die Kibbeh, gefüllte Teigtaschen, sind beliebt. Am Samstagmittag stellen sich Sima und Morsal geduldig bei den Frauen am Pavillon an. Sima hat marokkanische, Morsal afghanische Wurzeln. Der herzhafte Snack, in Syrien Kibbeh genannt, schmeckt überall.

Der Interkulturelle Aktionstag am Samstag, veranstaltet von der Flüchtlingsarbeit Eschborn, ist gut besucht. Im ehemaligen Jugendzentrum (Juze) in der Jahnstraße ist voller Menschen. Aktuell bietet die Flüchtlingsarbeit dort unter anderem Sprachkurse an.

Am Wochenende feierten Menschen aus unterschiedlichsten Nationen mit Musik, internationalen Speisen und Getränken ihr Miteinander in Eschborn. Das Riederwald-Spielmobil kam für die Kleinen vorbei. Die Kinder nutzten das Angebot gerne. Besonders die Geschicklichkeitsspiele waren gefragt.

Massimo Agosta, Vorsitzender des Ausländerbeirats und Stadtverordneter, moderierte durch den Tag, der musikalisch, lukullisch und kulturell vielfältig war.

Die Flüchtlingskoordinatorinnen Daniela Lieske und Hannah Fliedner, waren federführend für die Organisation verantwortlich. Sie hatten ganze Arbeit geleistet, die Laune der Gäste war blendend. Das Angebot mehr als vielseitig. Jeder redete mit jedem. Ob man sich nun kannte oder nicht. Die unterschiedlichen Speisen testeten Familien, Paare, Jugendliche und Kinder aus unterschiedlichen Kulturen.

Zur orientalischen Kaffeezeremonie luden Trahs Manschka und ihre Freundinnen ein. Die Damen aus Eritrea schenkten auch Daniele Lieske und Hannah Fliedner einen Schluck starken Mokka ein. Das Heißgetränk wurde in gold-blau gemusterten Tässchen gereicht.

Indische Köstlichkeiten hatten Nandini Narayan und andere zubereitet. „Samosa“, „Dabeli“ und „Ragda Pattice“ sowie „Masala Chai Tee“ reichten sie den Besuchern.

Nandini Narayan erklärte die Speisen. Die dreieckigen „Samosas“ seien in siedendem Fett frittiert und mit Fleisch gefüllt. „Sie sind schön knusprig und gut gewürzt“, lobte sie den Imbiss. „Dabeli“ sei in ihrer Heimat sehr beliebt. Optisch und geschmacklich ähnelten sie einem gefüllten Brötchen. „Ragda Pattice“ bestehe aus Kartoffelpüree und Erbsensoße, so die Inderin.

Die ukrainischen Frauen stellten ihre Backkunst unter Beweis. Der Apfelkuchen und andere Süßspeisen fanden viel Zuspruch.

Die Düfte der Speisen aus Korea, Afghanistan, Syrien, der Ukraine und Eritrea mischten sich in der Nase und machte Appetit.

Bürgermeister Adnan Shaikh schaute gegen Mittag vorbei. Der Rathauschef versprach die Köstlichkeiten auszuprobieren. Wichtig war ihm jedoch, dass die Menschen fröhlich gemeinsam feierten. „Es ist wunderbar wie vielfältig unsere Stadt ist“, so Shaikh. Er mischte sich sodann gut gelaunt unter die Besucher.

Während im Außenbereich Gaumenfreuden im Vordergrund standen, wurden in den Innenräumen Angebote der Flüchtlingsarbeit vorgestellt. Das Repair-Café war vertreten. Die Deutschkurslehrerinnen stellten sich vor und beantworteten Fragen. Das Café Amica war als interkultureller Begegnungstreff mit von der Partie.

Auf der Freilichtbühne wechselten Tanzaufführungen mit Musikbeiträgen. Die Gruppe El Maachi verzauberte mit orientalischen Klängen und ermunterte zum Mittanzen. Am Nachmittag rundeten ein Bollywood-Auftritt und ein indonesischer Tanz das interkulturelle Fest ab. efx

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