Ursula und Markus Jäger schreiben Bücher und lieben isländische Plätzchen, die sie auch in ihrer Eschborner Küche backen.
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Ursula und Markus Jäger schreiben Bücher und lieben isländische Plätzchen, die sie auch in ihrer Eschborner Küche backen.

Literatur

Leckeres Island zur Weihnachtszeit

  • VonEsther Fuchs
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Ursula und Markus Jäger verraten in ihrem zweiten Buch Rezepte. Auch über Traditionen gibt es einiges zu erfahren.

Eschborn -Wenn Ursula und Markus Jäger zu Weihnachten die blau, weiß, rot geschmückte Haustür öffnen, begrüßen sie ihre Gäste im landestypischen Wollpullover und mit freundlichem "Gleðileg jól!" Das ist isländisch und bedeutet "Fröhliche Weihnachten!"

Ursula und Markus Jäger wohnen in Eschborn. Doch wann immer es geht, reisen sie nach Island. Seit vier Jahren lernen sie Isländisch, kennen die Menschen des Inselstaats im Nordatlantik und deren Kultur. Ihre Erfahrungen schreiben die Jägers auf. Ihr Buch "Leckeres Island zur Weihnachtszeit: Rezepte und Traditionen" ist ihr zweites Buch. Vor wenigen Tagen ist es erschienen.

2004 packte Ehepaar Jäger das Islandfieber. Man war von der spektakulären, kargen Vulkanlandschaft mit Geysiren und Thermalquellen fasziniert. Mittlerweile besitzen die Jägers ein Haus in der Nähe von Reykjavik, der Hauptstadt, und weil dort der Großteil der Landesbevölkerung lebt, haben sie schon viele Freunde gefunden. Mehrmals jährlich besuchen die Eschborner ihre zweite Heimat.

Im "Hot Pot", einer der für Island typischen heißen Quellbäder, plaudert man dann über alles mögliche, besonders jedoch über die isländische Küche und Kultur. Das Wissen, das Ursula und Markus Jäger angehäuft haben, verpacken sie in Wort und Bild. Zudem betreibt Ursula Jäger einen Kochblog im Internet.

Tannenbäume müssen importiert werden

Wenn in Island Schnee fällt und die Witterung rau und ungemütlich wird, machten es sich auch dort die Menschen zu Hause gemütlich, so die Jägers. "Isländische Familien haben einen Weihnachtsbaum", weiß Markus Jäger. Doch der sei teuer. "Island ist ein karges Land. Tannenbäume wachsen dort nicht. Sie müssen importiert werden." Isländer verwöhnten sich mit leckeren Plätzchen. Diese schmeckten anders als in Deutschland. "Isländer mögen Pfefferminz", erklärt Ursula Jäger. "Jöklatindar", zu Deutsch "Gletschergipfel", sind eine Nascherei aus Kokosflocken und Pfefferminzbonbons. Dazu trinken Isländer gerne "Jólaöl", eine Mischung aus Malzbier und Limonade. Beide Rezepte hat Ursula Jäger im aktuellen Buch notiert. Hinzu kommen weitere Speisen, die den Gaumen ungewohnt kitzeln.

Zu erwähnen ist das Traditionsmahl "Gammelrochen und Knetfett", das Isländer am 23. Dezember essen, "um an Heiligabend richtig hungrig zu sein", scherzt Markus Jäger, der dem fermentierten Fisch mit Fett geschmacklich nicht sehr zugetan ist. Dann schon eher "Lamm, Schneehuhn oder Schinken mit Colasoße", berichtet Ursula Jäger. Die Soße werde tatsächlich mit Cola abschmeckt.

Umzug mit Gesang und Feuerwerk

Isländer erhalten in den 13 Tagen nach Heiligabend von Weihnachtstrollen Besuch. Am 6. Januar endet die Weihnachtszeit offiziell. "Dann findet ein großer Umzug mit Gesang, einem Feuer und sogar einem Feuerwerk statt", erklären die Jägers. Sie waren dieses Jahr schon viermal in Island. Trotz Corona. Isländer seien nämlich sehr herzlich. Nachbar Vilhelm habe in der Quarantäne nach ihrer Ankunft ausreichend Lebensmittel vor die Haustür gelegt. Ursula Jäger revanchierte sich mit Kartoffelklößen. "Die kannte er nicht", sagt sie und schmunzelt. Demnächst möchte sie Vilhelm wieder Klöße kredenzen. Als Nachspeise gibt es dann Gletschergipfel.

Wer Lust auf die isländische Küche und Kultur bekommen hat: "Leckeres Island: Das große Koch- und Backbuch" trägt die ISBN 978 384 237 704 2. Gerade erschienen ist das zweite Buch "Leckeres Island zur Weihnachtszeit - Rezepte und Traditionen" (ISBN 9 783 982 388 304). Bestellt werden können sie unter www.leckeres-island.de oder per E-Mail: mail@leckeres-island.de .

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