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Der Brunnen vorm Stadtmuseum läuft, aber der nahe gelegene 1200-Jahr-Brunnen ist zurzeit stillgelegt.

Eschenplatz in Eschborn

Schöner Mittelpunkt mit allerlei Macken

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Es gibt Diskussionen, die nur in Eschborn geführt werden, zum Beispiel darüber, ob man beantragen darf, den Eschenplatz zu sanieren, obwohl die Verwaltung genau das schon plant.

Wasser läuft im Jubiläumsbrunnen „1200 Jahre Eschborn“ schon lange nicht mehr. Dafür sind Steine auf dem Pflaster locker, es gibt Dellen und Wellen. Aber barrierefrei ist er nicht, der Eschenplatz. Dass sich etwas tun soll, ist unumstritten. Dies aber noch einmal zu beschließen, obwohl die Stadtverwaltung die Arbeit schon aufgenommen hat, das wollte die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung nicht.

Das Pflaster werde so schnell wie möglich repariert, hatte Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) schon im Bauausschuss zugesagt. Für einen barrierefreien Umbau soll noch in diesem Jahr ein Auftrag vergeben werden. Nur mit der Reparatur des Brunnens, da wird es nicht ganz so schnell gehen.

Wie die Verwaltung berichtete, ist das Wasser in dem Brunnen im Kreis gelaufen. Das bedeutet auch, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt; dass sich vielfältige Verschmutzungen einstellen können, wenn das gleiche Wasser wieder und wieder aus dem Rohr läuft, liegt auf der Hand. Aber der Wasserkreislauf ist mit dem Trinkwassernetz direkt verbunden, das darf so nicht sein. Man sei in Kontakt mit den Aufsichtsbehörden, möglicherweise müsse der Brunnen technisch aufgerüstet werden. Das aber geht nicht so schnell und kostet auch etwas. Trotzdem, so der Magistrat, sei alles in Arbeit, was die CDU mit einem Antrag hatte auf den Weg bringen wollen.

Die Christdemokraten wiesen auf die Bedeutung des Platzes für den Ort hin, die auch an den vielen Veranstaltungen zu erkennen sei. Dass der Antrag nicht angenommen wurde, spielt für den Platz keine Rolle, er hätte auch mehrheitlich angenommen oder vom Antragsteller für erledigt erklärt werden können. Wurde er aber nicht.

Schon im Bauausschuss erklärte die SPD den Antrag für überflüssig, was die CDU zu der Entgegnung veranlasste, sie habe sehr wohl das Recht, solche Anträge zu stellen. Thomas Matthes (Linke) und Fritz Krüger (FDP) waren sich einig in der Meinung, dass die ganze Debatte völlig überflüssig sei, während Susanne Fritsch (CDU) dann schon darauf beharrte, dass eine Fraktion solche Anträge stellen könne, wenn aus der Bevölkerung ein solches Anliegen artikuliert werde. In der Stadtverordnetenversammlung ergänzten die Christdemokraten noch, dass schon viel zu lange am Eschenplatz nichts gemacht worden sei. Ansonsten wiederholte sich die Debatte aus dem Bauausschuss, ohne konkrete Folgen. Nicht einig wurden die Fraktionen sich auch darüber, ob diejenigen, die jetzt Oberwasser haben, zu Oppositionszeiten derartige Anträge gestellt hätten – Fritsch glaubt das, Matthes tut es nicht.

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