Diese Mitglieder der Jungen Union Eschborn treten am 14. März allesamt für die CDU an (von links): Julia Oberlis, Frederic Schneider, Patricia Pritz-Bode, Christian Oberlis, Sebastian Brekner, Lars Petermann. Einige haben bereits parlamentarische Erfahrung.
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Diese Mitglieder der Jungen Union Eschborn treten am 14. März allesamt für die CDU an (von links): Julia Oberlis, Frederic Schneider, Patricia Pritz-Bode, Christian Oberlis, Sebastian Brekner, Lars Petermann. Einige haben bereits parlamentarische Erfahrung.

Kommunalwahl

Selbstbewusster CDU-Nachwuchs

JU tritt eigenständig auf und skizziert ihre Ideen

Eschborn -Das ist beachtlich: Zehn Sitze hat die CDU in der Stadtverordnetenversammlung, davon entfallen vier Mandate auf Mitglieder der Jungen Union. Wenn die CDU bei der Kommunalwahl am 14. März wieder zehn Sitze gewinnen sollte und sie die drei gleichen Vertreter in den Magistrat schickt wie bisher (Karlheinz Gritsch, Wolfram Schuster, Jutta Rümann-Heller), dann wird es dabei auch bleiben. Denn dann kommen gleich nach der Kommunalwahl die ersten 13 Kandidaten gleich zum Zuge, und zu diesen gehören die gleichen JU-Aktiven wie bisher. Das sind Sebastian Brekner, Christian Oberlis, Patricia Pritz-Bode und Frederic Schneider, die allesamt schon einige Parlamentserfahrung haben.

Gewinnt die CDU Sitze hinzu, zieht auch Lars Petermann ein, der derzeitige Vorsitzende der Jungen Union Eschborn. Auf dem 16. Listenplatz steht schließlich noch Julia Oberlis - sollte die CDU nicht noch Mandate verlieren, kann es gut sein, dass die 28 Jahre alte Apothekerin im Laufe der Wahlperiode nachrückt. Kumulieren und Panaschieren bei einer Kommunalwahl kann auch immer Überraschungen hervorbringen.

"Wir sind nicht die Partei der alten Herren", kommentiert Kreisvorsitzender Fabian Beine bei der Vorstellung des Wahlprogramms das Personaltableau des CDU-Nachwuchses. Er hofft, dass durch den hohen Anteil jüngerer Kandidaten neue Wählerschichten für die CDU erschlossen werden können. Deshalb will die Junge Union kreisweit auch eigenständig auftreten - mit einem Design, das von den Farben Türkis und Magenta bestimmt ist. "Dadurch wird zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt", sagt Beine.

Neubürgerempfang à la Bad Soden

Inhaltlich möchte sich die JU von der Mutterpartei nicht grundlegend absetzen. Das Programm sei als Ergänzung zu den Inhalten der CDU zu sehen, erläutert Petermann. Vor allem digital möchte die JU diese vermitteln. Aber ein Stapel Faltblätter ist noch da für den Fall, dass die Corona-Pandemie einen Straßenwahlkampf doch noch zulässt.

Digitalisierung, Freizeit, Wohnungsbau, Mobilität - das sind die vier Schwerpunkt-Themen, um die es gehen soll. Welche Ideen stecken dahinter? Grüne Wellen für die Autofahrer und intelligente Ampelsteuerungen soll es geben, die Junge Union möchte aber auch mit autonomem Fahren experimentieren. Sie will einen erneuten Versuch starten zur Ausdehnung der Frankfurter RMV-Tarifzone auf Eschborn.

Unter dem Stichwort Digitalisierung findet man bei der Eschborner Jungen Union die üblichen Forderungen - möglichst viele Dienstleistungen des Rathauses soll es auch über das Internet geben. Außerdem sollen die Eschborner die Möglichkeit haben, die Stadtverordnetenversammlung per Computer zu verfolgen, und ein flächendeckendes öffentliches WLAN soll auch her.

Zum Thema Nachhaltigkeit sind dem CDU-Nachwuchs Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden und begrünte Fassaden eingefallen, die Umstellung von Bauhof und Grünkolonne auf elektrisch angetriebene Maschinen sowie grüne Rückzugsorte für die Beschäftigten in den Gewerbegebieten. "Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht von einer Partei gepachtet", sagt JU-Chef Petermann und spielt auf die Grünen an.

Weitere Ideen seiner Organisation sind ein Neubürgerempfang für Zugezogene, wie ihn zum Beispiel die Stadt Bad Soden seit zig Jahren anbietet, ein besseres gastronomisches Angebot für jüngere Leute, eine speziell Eschborner Plattform zur Wohnungssuche, die Ausweitung der Ehrenamtskarte auf weitere Leistungen und eine Multi-Sportanlage am Notfallzentrum. bt

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