Yassin Gueye und Elizabet Hristova neben Gueyes Bild "Dialog mit der Sonne" (links). Der rote Punkt im Bild ist ihr Markenzeichen.
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Yassin Gueye und Elizabet Hristova neben Gueyes Bild "Dialog mit der Sonne" (links). Der rote Punkt im Bild ist ihr Markenzeichen.

Ausstellung

Sie erhalten Raum für künstlerische Entfaltung

  • VonKristiane Huber
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Yassin Gueye und Elizabet Hristova zeigen ihre Arbeiten im Museum.

Eschborn -Sie sind beide noch viel zu jung, um sich in der Kunstszene schon einen Namen gemacht zu haben. Dennoch zeigen sie jetzt in einer Einzelausstellung im Museum am Eschenplatz ihre Werke. "Aussichten - Synästhesie" ist der Titel. Die beiden 20-jährigen Eschbornerinnen Yassin Gueye und Elizabet Hristova haben im Jahr 2020 ihr Abitur an der Heinrich-von-Kleist-Schule (HvK) abgelegt und sind schon da durch ihre künstlerisch-musische Begabung aufgefallen.

Das hob Bürgermeister Adnan Shaikh bei der Vernissage zur Ausstellung ihrer Arbeiten hervor, und er muss es als früherer Schulleiter der HvK ja ganz genau wissen. Vor zwei Jahren wurden sie als Vertreterinnen der HvK in die portugiesische Partnerstadt Eschborns, Póvoa de Varzim, zum Malwettbewerb "Square Painting" entsandt. Elizabet Hristova holte dort den zweiten Platz. Sie kann auf diverse Wettbewerbserfolge blicken: Beim Kinder- und Jugendliteraturwettbewerb des Main-Taunus- und Hochtaunus-Kreises und der Nele-Neumann-Stiftung siegte sie 2019 in ihrer Altersklasse.

Markenzeichen ist ein roter Punkt

Auch das Talent von Yassin Gueye ist vielseitig, so ist sie eine begabte Cellistin. All das hat auch Stadtarchivar und Museumsleiter Gerhard Raiss überzeugt, den jungen Künstlerinnen Entfaltungsraum im Museum zu geben. "Es ist schon eine besondere Ehre, wenn so junge Leute hier eine Einzelausstellung bekommen. Die beiden jungen Frauen haben es sich verdient", sagt Raiss.

Noch am Abend vor der Ausstellung hat er zusammen mit den Künstlerinnen bis zuletzt getüftelt und gewerkelt, um ihre künstlerischen Ambitionen bestmöglich zu präsentieren. "Es ist erst die dritte Ausstellung von ehemaligen Schülern der HvK und damit ein Qualitäts-Prädikat", betont auch Rathauschef Shaikh.

Ob Yassin Gueye und Elizabet Hristova einmal eine freie künstlerische Karriere starten, wird dem Lauf ihres Lebens überlassen sein. Vorerst planen beide bodenständigere berufliche Wege. Elisabet Hristova macht zurzeit ein Praktikum in der Restaurierungswerkstatt der Staatlichen Denkmalpflege Baden-Württemberg und möchte in Stuttgart Restaurierung studieren.

Und Yassin Gueye hat bereits ein Politikwissenschafts- und Soziologie-Studium an der Universität Frankfurt begonnen. Yassin Gueyes Gemälde sind vorwiegend farbenfrohe, abstrahierte Eindrücke ihres Austausches und Erlebens mit der Natur und Landschaften. So benennt sie sie auch: "Dialog mit der Sonne", "Himmelsblick von heute", "Nach dem Sturm" oder "Naturgewalten" heißen sie. Und ein Markenzeichen hat sie: Ihre Bilder kennzeichnet sie mit einem roten Punkt.

Wiederkehrende Blumenmotive

Elizabet Hristova nennt ihre Werke "Optimismus - Pessimismus - Realismus", "Frauenbilder", "Schlangen und Leitern" oder "Fairytale". Sie verwendet diverse Materialien, nicht nur Pinsel und Farbe. Spiegelelemente oder Pflanzen in Collagen kommen ebenso in ihren Arbeiten vor. Auffallend sind ihre wiederkehrenden Blumenmotive.

In einer Vitrine sind außerdem Schmuckstücke - Halsketten, Ohrringen, Anhänger - zu sehen, die Elizabet Hristova entworfen hat. Auch hier sind die verwendeten Grundstoffe vielfältig. Alles, was die Ausstellungsbesucher betrachten, können sie bei Wohlgefallen auch kaufen. Die Preise für die Werke liegen zwischen 60 und 349 Euro. Die Schmuckstücke sind ab 3,50 bis 63 Euro erhältlich.

"Aus organisatorischen Gründen ist die Ausstellung Gueye/Hristova nicht sehr umfangreich und zeitlich kurz geraten. Wir planen deshalb eine größere Neuauflage im neuen Jahr", kündigt Stadtarchivar und Museumsleiter Gerhard Raiss an.

Die Ausstellung "Aussichten - Synästhesie" ist noch bis zum 21. November im Museum am Eschenplatz in dieser Woche am Mittwoch und Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Besichtigungstermine können bei Gerhard Raiss unter der Telefonnummer im Rathaus unter (0 61 96) 4 90-2 32 vereinbart werden. Für Besucher gelten wegen Corona die 2G-Regeln.

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