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Er zeigte seine derzeit starke Form: Joachim Tribisch von Tennis 65 Eschborn wurde Hessenmeister.

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Tribisch startet durch

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Heimvorteil genutzt und den ersten Hessenmeister-Titel überhaupt eingeheimst. Die diesjährige Freiluft-Meisterschaft auf Landesebene war für Joachim Tribisch ein voller Erfolg.

Auf der Sandplatzanlage an der Eschborner Hauptstraße kennt sich der 60-jährige Tennisspieler bestens aus und gewann in der Herren 60-Konkurrenz das Turnier für Gastgeber Tennis 65 Eschborn. „Es hat schon geholfen, dass einige Unterstützer mit dabei waren. Sie haben es mir leichter gemacht“, bedankte sich der Premieren-Hessenmeister.

Nach dem Erfolg von Teamkollege Peter Pardatscher im Vorjahr trat Tribisch in dessen Fußstapfen. „Der Pokal ist quasi im Verein geblieben“, freute sich der Sieger nach seinem 6:1, 6:2-Erfolg im Finale gegen Xavier de Villepin. Während der Wiesbadener oft zu passiv agierte, versuchte Tribisch – wie im gesamten Turnierverlauf – den Druck hochzuhalten. „Dafür wurde ich belohnt“, meinte der Eschborner. Im Endspiel griff diese Taktik nahezu perfekt, und auch in der Vorschlussrunde konnte der Münsterer Werner Eckert nicht mithalten – 6:2, 6:4. „Das härteste, spannendste und schwerste Match war das gegen Eduard Schledt. Ebenfalls beim TC Münster aktiv, war dieser so etwas wie der Angstgegner von Tribisch. „Im Vorjahr bin ich gegen ihn noch ausgeschieden. Damals war ich nach einer Meniskus-OP aber auch nicht ganz fit“, schilderte Tribisch die Situation. Beim 6:4, 6:4 übersprang er die Hürde Schledt dieses Mal und war auf dem Weg zu seinem ersten Hessenmeister-Titel nicht mehr aufzuhalten.

Weil es mit seiner Herren 60-Mannschaft in der Regionalliga-Südwest dieses Jahr wohl nicht zur Qualifikation für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft reicht, hat Tribisch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften als persönliches nächstes Ziel vor Augen.

Bei den Hessenmeisterschaften war aus Main-Taunus-Sicht keiner so erfolgreich wie Tribisch. Einige Spielerinnen und Spieler verdienten mit ihren Leistungen aber trotzdem Beachtung. So erreichte Fabian Heil vom Eschborner Nachbar-Verein Tennis Westerbach Eschborn (TWE) in der Herren 30-Konkurrenz das Halbfinale, scheiterte dort aber am späteren Sieger Daniel Klockenhoff aus Wiesbaden (3:6, 2:6).

Tribischs weibliches Pendant hätte Judith Schlächter werden können. Bei den Damen 60 erreichte die Niederhöchstädterin von TWE das Endspiel. Dort hatte sie gegen Brigitta Friedl aus Neu-Isenburg aber keine Chance (0:6, 0:6). Julia Molitor und Yvonne Bronner (beide TWE) und Barbara Wehner-Krause (Tennis 65 Eschborn) erreichten in den Damen 30, 40 und 50-Konkurrenzen jeweils das Halbfinale. Während die beiden Niederhöchstädterinnen an den späteren Siegerinnen Eileen Aranas (Damen 30) und Sabine Chow (Damen 40) scheiterten, verlor Wehner-Krause gegen Katja Gröninger, die wiederum gegen Silke Angersbach den Kürzeren zog. Unter dem Strich war die Senioren-Hessenmeisterschaft aber ein Erfolg.

(awo)

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