Christian Huhnstock sieht für Änni.one noch viel Potenzial
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Christian Huhnstock sieht für Änni.one noch viel Potenzial

Eschborn

Webradio Änni.one als Plattform für Vereine und junge Musiker

  • VonStephanie Kreuzer
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Initiator Christian Huhnstock sieht in dem Eschborner Projekt noch viel Potenzial

Eschborn -Mindestens zwei Dinge waren für Christian Huhnstock ausschlaggebend: seine Affinität zur Musik und die Begeisterung für Ansprachen und Reden - resultierend aus seinem Job im Kundendienst einer Frankfurter Taxizentrale und seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Jugendleiter des FSC Eschborn. "Ich habe also ständig mit anderen Menschen zu tun."

Die Corona-Krise Anfang 2020 tat dann ihr übriges, und auf einmal war viel Zeit da, die Huhnstock sinnvoll zu nutzen wusste: "Das gab mir die Gelegenheit, meine fast schon totgeglaubte Idee aufzugreifen, und daraus wurde ein konkreter Plan."

Bereits vor einigen Jahren hatte Huhnstock, der vor 15 Jahren aus Frankfurt nach Niederhöchstadt zog, darüber nachgedacht, einen Radiosender zu gründen. Der 44-Jährige war selbst Schlagzeuger einer Band, die Cover-Songs im Klassik-Rock-Stil spielte, und bezeichnet sich als großen Fan hausgemachter Musik: "Gerade Newcomer und noch unbekannte Bands und Künstler haben es mir angetan, denn ich war ja mal einer von ihnen. Daher stand für mich sehr schnell fest, dass genau diese Art von Musik der Mittelpunkt meines Projekts darstellen sollte."

Nachdem die technischen Möglichkeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen geklärt waren, nahm das Konzept für ein Webradio rasch Formen an - und ist einfach erklärt, wie der Eschborner betont: "Wir machen Radio von jedem und für jeden. Denn für Musiker ist es sehr schwer, das geistige Eigentum bekannt zu machen und eine Plattform zu finden, die möglichst viele Zuhörer erreicht." Daher hat es sich Huhnstock auf die Fahnen geschrieben, das Radioprogramm überwiegend mit genau dieser Musik zu füllen.

Der Name sollte nun nicht nur die Grundidee transportieren, sondern möglichst leicht einzuprägen und in einer Web-Domain gut zu integrieren sein. Obwohl er kein Freund des "Denglischen" sei, war für den Radiomacher schnell klar, dass das englische Wort für "jedermann", nämlich "anyone", darin auftauchen sollte. Schwupps war "Radio Änni.one" geboren. Mit "Änni" bekam der Sender dann auch eine virtuelle Repräsentantin, der eine junge Dame schließlich ein reales Gesicht verlieh.

Nun galt es noch eine Website zu erstellen, die Präsenz in sozialen Netzwerken aufzubauen und Kontakte zu Musikern, Vereinen und Werbepartnern zu knüpfen. Am 5. März 2021 konnte Huhnstock den Sendebetrieb starten. Zunächst mit vier über die Woche verteilten Sendungen. Nach und nach erhöhte sich jedoch die Anzahl der Bands, die gespielt werden wollten. Inzwischen ist Radio Änni.one täglich von 8 bis 21 Uhr "on air" - www.aenni.one!

Fans boten ihre Mitarbeit an

Außerdem boten Fans ihre Mitarbeit an. "Mittlerweile unterstützen mich Isabella Bassoli in der Redaktion, Nina Wrede bei der Künstlerbetreuung, Josef Johann alias JayJay in der Audio-Produktion und Markus Knops alias Marki Mark 48 in der Comedy. Diese Aufgabenverteilung ermöglicht es uns, zwei tägliche Sendungen anzubieten", freut sich Huhnstock.

"ÄnniTIME" um 18 Uhr ist die Show für alles und jeden, rund um aktuelle Themen, Vereine und Musiker sowie Hilfreiches für den Alltag. Mit den "Änni's BettNightStories" und Entspannungsmusik klingt der Tag aus. Freitags um 16 Uhr gibt es "Marki Marks Klamauk". Grundsätzlich soll jeder Hörer Themen und eigene Beiträge - als Sprachnachricht oder schriftlich - beisteuern. Auch der Bedarf an "tollen Songs aus unterschiedlichen Genres" sei noch nicht gedeckt, so der Radiomacher.

Auch aus seinem Ehrenamt zog er Motivation und Inspiration, da gerade die aktuell arg gebeutelten Vereine auf jeden Fall profitieren sollen: "Regelmäßig möchten wir in unserer Sendung Vereine vorstellen und über Veranstaltungen auf regionaler Ebene informieren." Nicht zuletzt bietet er eine Werbeplattform für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich normalerweise keinen Radiospot leisten können und von der Corona-Pandemie ebenfalls beeinträchtigt sind.

Über kurz oder lang soll der Radiosender ihm als zweites Standbein eine berufliche Perspektive bieten, wünscht sich Huhnstock: "Doch zurzeit wirft er noch keine Umsätze ab, denn aktuell ist es sehr schwer, neue Partner zu gewinnen, die es uns ermöglichen, die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen." Er sieht für "Änni.one" noch viel Potenzial, unter anderem ist eine App in Planung, und auch der Programmabruf über Alexa & Co. steht in Aussicht. skr

Blick ins Änni.one-Studio

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