Antenbrink sorgt für einen Eklat

  • VonSascha Kröner
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Bevor die CDU sich zur Zusammenarbeit mit Galf, FDP und dfb entschloss, führte die CDU Gespräche mit der SPD. In diesen Verhandlungen traf man Absprachen für die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.

Bevor die CDU sich zur Zusammenarbeit mit Galf, FDP und dfb entschloss, führte die CDU Gespräche mit der SPD. In diesen Verhandlungen traf man Absprachen für die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Die SPD sollte CDU-Mann Steffen Bonk bei der Wahl zum Stadtverordnetenvorsteher unterstützen, wenn die CDU dafür Rathauschef Michael Antenbrink (SPD) als Vertreter in die Kammer des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main wählt.

Die Erfüllung dieser Vereinbarung stand gestern – beim zweiten Treffen der Stadtverordneten – zum Teil noch aus. Bonk war im Mai zwar als Stadtverordnetenvorsteher bestimmt worden. Die Wahlen zur Bestimmung eines Vertreters für den Regionalverband ging jedoch anders aus als vorgesehen..

In der politischen Landschaft hat sich zwischen den beiden Sitzungen wie bereits berichtet einiges getan. Antenbrink konnte gestern Abend auf keine Mehrheit bauen. CDU-Fraktionschef Marcus Reif erklärte zwar vor der Sitzung, dass die CDU keinen eigenen Kandidaten für den Regionalverband aufstelle. Er halte sich auch persönlich an die Absprache mit der SPD, dass er für den Bürgermeister stimme. Für seine Fraktion könne er dies aber nicht garantieren, da sich einige über die Äußerungen Antenbrinks geärgert hätten, nachdem dieser von einem „Aufstand“ gegen ihn gesprochen hatte.

Die Galf wollte mit dem Ersten Stadtrat Sven Heß ihren Kandidaten ins Rennen schicken. Bürgermeister Antenbrink sorgte dann für einen Eklat: Er drohte Heß „ernste Konsequenzen“ an, falls er gegen ihn kandidiere. Es sei eine „Frage der Ehre“, gegen ihn nicht anzutreten. Heß zog seine Kandidatur zurück, doch Galf-Mann Peter Kluin kandidierte an seiner Stelle. Schließlich wählten 20 Stadtverordnete Peter Kluin. Antenbrink bekam nur 13 Stimmen, bei drei Enthaltungen.

Weil die Sitzung turbulent und stockend verlief, wurde sie wegen des Überschreitens des Zeitlimits gegen 22.10 abgebrochen.

(sas)

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