Solchen Wassermassen wie vor einigen Jahren ist der Maindeich bei Flörsheim inzwischen nicht mehr gewachsen.  Archivfoto: Hans Nietner
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Solchen Wassermassen wie vor einigen Jahren ist der Maindeich bei Flörsheim inzwischen nicht mehr gewachsen. Archivfoto: Hans Nietner

Flörsheimer Mainufer

Besserer Schutz gegen Hochwasser

  • VonSascha Kröner
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Der Deich am Mainufer ist einem starken Hochwasser vermutlich nicht mehr gewachsen. Nun soll der Wall ertüchtigt und ausgebaut werden. Die Kosten übernehmen der Bund und das Land,

Das Flörsheimer Mainufer ist ein beliebtes Naherholungsziel für Spaziergänger und Radfahrer. Darüber hinaus birgt das Leben am Fluss aber auch Risiken – vor allem, wenn er über die Ufer tritt. Spektakuläre Hochwasser, welche die Wohngebiete bedrohten, gab es schon länger nicht. Vielen Flörsheimern wird aber unter anderem die Situation im Jahr 2013 in Erinnerung geblieben sein.

Damals mussten Spundwände am Zugang zur Altstadt errichtet werden, um die Wassermassen zurückzuhalten. Als permanenter Schutz gegen Überschwemmungen verläuft der Maindeich in östlicher Richtung hinter der Wohnbebauung. Dieser Wall ist aber seit geraumer Zeit in die Jahre gekommen. Absprachen mit dem Land Hessen sollen jetzt seine Sanierung ermöglichen.

An Kosten gescheitert

Bisher war die Erneuerung des Deiches zwischen Flörsheim und Eddersheim an den Kosten gescheitert. Dies ändert sich mit einer Verwaltungsvereinbarung, welche die an den Damm angrenzenden Städte Flörsheim und Hattersheim mit dem Land abschließen. Der Flörsheimer Magistrat hat bereits grünes Licht gegeben. Die Vereinbarung sieht vor, dass das Regierungspräsidium (RP) alle Planungs- und Bauleistungen übernimmt. Das Projekt soll somit vollständig vom Bund und Land finanziert werden.

Neuer Querriegel geplant

Die Kosten für die Sanierung des Flörsheimer Deichabschnitts betragen vier Millionen Euro. Im Zuge der Maßnahme soll der Damm so weit ertüchtigt werden, dass er schweren Hochwasserlagen standhält. Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) hatte dieser Zeitung bereits 2014 erklärt, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet sei, wenn große Wassermassen auf den Damm einwirken. Einem Jahrhunderthochwasser sei der Schutzwall wahrscheinlich nicht mehr gewachsen. Neben der allgemeinen Aufwertung des Walls ist ein Querriegel geplant, der vom Damm aus hinter der Wohnbebauung am östlichen Stadtrand abknicken soll. Das dahinter liegende Ackerland in Richtung Eddersheim soll zur Retentionsfläche ernannt werden, die bei Hochwasser überflutet werden kann. Dadurch soll Druck vom Deich genommen werden. Mit den konkreten Planungen werde des RP voraussichtlich Anfang 2018 beginnen, so eine Mitteilung der Stadt.

Antenbrink lobt die Entscheidung als sehr gute Übereinkunft. „Statt 40 Prozent der rund vier Millionen Euro betragenden Kosten für den Flörsheimer Abschnitt des Deichs zu tragen, wie ursprünglich vom Land gefordert, hat die Stadt nun voraussichtlich bloß für den Erwerb der für den Bau des Querriegels benötigten Grundstücke aufzukommen“, erklärt der Bürgermeister.

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