Bürgermeister-Kandidat kritisiert Zustand

Blisch will mehr Grün im Park

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Das Thema ist nicht neu: Die städtischen Grünflächen sind in keinem guten Zustand. Bernd Blisch, Bürgermeister-Kandidat des Viererbündnisses, hat einen Vorschlag, wie man das ändern kann.

Im Vorjahr beschäftigten die städtischen Grünflächen mehrfach die Politik. Die Parkanlagen im Stadtgebiet wirkten aufgrund von Vandalismus und mangelnder Pflege nur wenig einladend. Das Viererbündnis stritt mit dem Bürgermeister über angemessene Haushaltsansätze für die Grünpflege. Dass sich etwas tun musste, belegte auch eine Reportage dieser Zeitung, in welcher über Müll und Glasscherben im Christian-Georg-Schütz-Park berichtet wurde. Die Stadt engagierte daraufhin einen Sicherheitsdienst für die Anlage. Das Thema ist aber noch nicht vom Tisch. Der Kandidat des Viererbündnisses Dr. Bernd Blisch greift die Grünpflege nun im Bürgermeisterwahlkampf auf.

Blisch fordert, dass die Grün- und Erholungsflächen wieder zu einer „Visitenkarte“ der Stadt werden. Noch vor 15 Jahren sei genau dies der Fall gewesen, verweist der CDU-Mann auf die Zeit vor der Regierung des amtierenden Bürgermeisters Michael Antenbrink (SPD). Das Mainufer habe als das schönste am Untermain gegolten und der Regionalparkweg nach Flörsheim habe einen hervorragenden Ruf bis über die Grenzen des Main-Taunus-Kreises hinaus genossen. Bernd Blisch erinnert an Feste von Vereinen, die in der Gustav-Stresemann-Anlage stattfanden. Der Christian-Georg-Schütz-Park sowie der Stadtgarten seien „Zierden“ des Gemeinwesens gewesen. Aus Sicht des Wahlkämpfers hat sich dies in den vergangenen Jahren geändert. Im äußeren Zustand der Grünflächen spiegele sich der innere Zustand des Verhältnisses zwischen Bürgern und Verwaltung wider, meint der Kandidat. „Es kann nicht sein, dass aus parteipolitischem Kalkül Grünanlagen vernachlässigt oder ein überflüssiger Kahlschlag als notwendige Maßnahme dargestellt wird.“

Der Kahlschlag spielt auf die Baumfällungen in der Riedstraße an, mit parteipolitischem Kalkül verweist Blisch auf die Diskussion um Einsparungen im Haushalt 2017. Das Viererbündnis aus CDU, Galf, Freien Bürgern und FDP hatte den Ansatz für Sach- und Dienstleistungen von 5,8 Millionen Euro auf 5 Millionen gekürzt. Bürgermeister Antenbrink verteilte die Einsparungen daraufhin auf sämtliche betroffenen Projekte wie Feuerwehr, Vereine und auch Grünflächen. Für eine Ausweitung der Grünpflege fehle es an Geld und Personal, hieß es aus der Verwaltung. Damit war das Mehrheitsbündnis nicht glücklich. Schließlich hatten die vier Parteien extra einen gesonderten Ansatz von 50 000 Euro für den Haushaltsplan beschlossen. Das Geld sollte dem Bauhof zur Verfügung gestellt werden, um die städtischen Grünpflegekolonnen durch Mitarbeiter externer Unternehmen zu verstärken.

Bernd Blisch kündigt an, dass er als Bürgermeister für neue Grünpatenschaften werben wolle. Flörsheimer sollen in die Grünpflege eingebunden werden und selbst Blumen oder Gemüse auf freien Flächen anbauen. Ein Stadtentwicklungskonzept solle darüber hinaus auch Stärken und Schwächen im Bereich der städtischen Grünflächen aufzeigen.

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