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Flörsheim: 70 000 Euro für Erweiterung am Tor zum Rheingau

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Derzeit wird am Tor zum Rheingau weder Wein noch Glühwein ausgeschenkt. Das Areal soll aufgewertet werden. ArchivFOTO: nietner
Derzeit wird am Tor zum Rheingau weder Wein noch Glühwein ausgeschenkt. Das Areal soll aufgewertet werden. Archiv © Hans Nietner

Ortsbeiräte von Wicker und Weilbach werden von der Verwaltung über geplante Projekte informiert.

Wicker/Weilbach -Wie viel Geld in welchem Stadtteil investiert werden soll, zeigt der Haushaltsplan für das kommende Jahr. In den jüngsten Sitzungen der Ortsbeiräte in Wicker und Weilbach ging die Verwaltung auf anstehende Projekte ein.

Der größte Haushaltsposten für den Stadtteil Wicker ist die umfassende Erneuerung der Rheingaustraße. 830 000 Euro stehen für die Baumaßnahme im Etat. Es handele sich um ein größeres Projekt, das dringend umgesetzt werden müsse, erläutere Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU). Zum Thema Straßenbau fand auch die Kirschgartenstraße Erwähnung. Die wichtige Durchfahrtsstraße des Weinortes soll sicherer für Radfahrer werden. Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) kündigte „Vorarbeiten“ an. Im Haushalt stehen 50 000 für Messungen und Entwürfe. Die Planung werde im Laufe des Jahres vorgestellt, erläuterte Mohr. Weitere Planungskosten in Höhe von 200 000 Euro sind für den kommenden Umzug der Wickerer Feuerwache vorgesehen. Außerdem stehen Erneuerungsarbeiten rund um den Weinausschank am Tor zum Rheingau an. Im Haushalt findet sich ein Ansatz von 70 000 Euro für die Erweiterung des Weinprobierstands. Katharina Hauzel (SPD) wollte wissen, ob Haushaltsmittel für die Verbesserung der Nahversorgung in Wicker eingeplant sind. Verwaltungschef Bernd Blisch erwiderte, dass die Stadt im Falle der Ansiedlung eines Nahversorgers nicht für den Bau zuständig sei. Mittel für eine Bauplanung seien jedoch im Haushalt vorhanden.

Bei den Investitionen im Stadtteil Weilbach stechen 2,4 Millionen Euro für die Kita Pusteblume heraus. Der Erweiterungsbau für die Betreuungseinrichtung ist nach Verzögerungen noch nicht fertig. Weitere 200 000 Euro sind für den grundhaften Umbau der Weilbacher Kita im Etat vorgemerkt. Der zur Pusteblume gehörende Parkplatz in der Frankfurter Straße soll künftig erweitert und neu angelegt werden. Dafür hält der Haushaltsplan 380 000 Euro bereit. 260 000 Euro sollen in die Substanzerneuerung der Brücke in der Erlenstraße fließen. Dieses Projekt sei immer wieder nach hinten gerückt, erklärte Renate Mohr. In 2023 sollen nun Planung und Umsetzung erfolgen. Bürgermeister Blisch verwies noch auf das Landesprogramm „100 Wilde Bäche“, in dessen Rahmen der Weilbach von der Industriestraße bis zur Bahntrasse renaturiert werden soll. Der städtische Haushalt sieht dafür Mittel in Höhe von 200 000 Euro vor.

Die Vorbereitungen für die Kleine Umgehung finden sich ebenfalls mit einem Ansatz von 200 000 Euro im Haushalt wieder. Geld für den Grundstücksankauf stehe darüber hinaus immer zur Verfügung, erklärte Bernd Blisch. Der Verwaltungschef informierte den Ortsbeirat außerdem, dass die Stromversorgung für das Brunnenfest in Bad Weilbach nach Rücksprache mit dem Vereinsring verbessert werden solle. Dies lasse sich ohne Haushaltsansatz aus laufenden Mitteln finanzieren, erläuterte Blisch auf Nachfrage von FDP-Mann Thorsten Press. Der Freidemokrat erkundigte sich nach den Mitteln für den Umbau der Büros in der Schulstraße 5-7, die ja ursprünglich von der Stadt als Räume für die Schulkindbetreuung erworben wurden. Dies ist mittlerweile nicht mehr erforderlich, weil auf dem Schulareal gebaut wird. Im Haushalt stehen stattdessen 100 000 Euro für den Umbau der Immobilie zu Wohnraum. „Was ist mit den alten Mitteln passiert?“, wollte Press wissen. Michael Bayer, Leiter des Amts für Finanzwirtschaft, erläuterte, dass viele Investitionen im Haushalt neu veranschlagt wurden. Mittel und Ermächtigungen aus früheren Jahren seien nicht übertragen worden, sondern weggefallen. „Das ist sauberer“, so Bayer. sas

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