Derzeit gibt es keinen Pförtner am Rathauseingang. Das soll sich ändern. ArchivFOTO: Knapp
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Derzeit gibt es keinen Pförtner am Rathauseingang. Das soll sich ändern. ArchivFOTO: Knapp

Verwaltung

Flörsheim: Anmeldeterminal statt Pförtner hat sich nicht bewährt

In einem Anbau am neuen Rathaus entsteht ein Empfangsbereich - dafür ist ein Wanddurchbruch notwendig.

Flörsheim -Eigentlich war die ehemalige Pförtnerstelle vom damaligen Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) schon abgeschafft, als das neue Rathaus vor vier Jahren bezogen wurde. Diese Stelle könne eingespart und mit Hilfe der Technik ersetzt werden, lautete sein Credo. Doch im Zuge des Rathausneubaus waren manche Bürger darüber stark verärgert, dass der Empfang aus Kostengründen zwar abgeschafft wurde, für das Magistratszimmer aber eine sechsstellige Euro-Summe investiert wurde. Ein Terminal am Eingang sollte kostengünstig sein und den Besuchern weiterhelfen. Das klappt aber nicht, hat sich herausgestellt. Deshalb wird nun eine Rolle rückwärts gemacht. An dem noch jungen Rathausbau wird ein Anbau errichtet, um Platz für einen Pförtnerbereich zu schaffen.

"Die seit Eröffnung des neuen Rathauses vor vier Jahren vorherrschende Situation eines Eingangsbereiches, der statt eines Pförtners mit einem computergestützten Anmeldeterminal ausgestattet ist, hat sich als nicht praktikabel erwiesen", erklärt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU). Viele ältere Menschen und solche mit Sprachbarriere könnten die angebotenen Kommunikationsmittel nicht wie geplant nutzen. Dies sei für die Bürger frustrierend. Zudem würden sich immer wieder Störungen im betrieblichen Ablauf ergeben, wenn Besucher vor verschlossenen Türen stünden.

Das Primat der Bürgerfreundlichkeit verlange es, diese Situation zu ändern und eine Servicekraft als Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. "Dafür schaffen wir jetzt die baulichen Voraussetzungen", erläutert Dr. Bernd Blisch das weitere Vorgehen. Der Umbau kostet nach Angaben des Magistrats rund 55 000 Euro. Die Inbetriebnahme des neuen Empfangsbereichs wird voraussichtlich im Spätsommer möglich sein.

Am Montag, 28. Juni, und am Dienstag, 29. Juni, wird eine Wand im neuen Rathaus durchgebrochen. Weil dabei erheblicher Lärm entsteht, ist das Verwaltungsgebäude am Rathausplatz 2 an diesen beiden Tagen für Besucher geschlossen. Von Mittwoch, 30. Juni, bis voraussichtlich Freitag, 2. Juli, bleibt der Haupteingang wegen der Arbeiten dicht. Für Besucher ist das Gebäude dann über den in Nähe des Wasserspiels gelegenen Notausgang zugänglich.

Betroffen von der Schließung sind folgende Ämter und Einrichtungen: Ordnungsamt, Amt für Familien, Wohnen und Soziales, Kulturamt, Amt für Finanzwirtschaft, Stadtkasse, Stabsstelle Recht, Wirtschaftsförderung und Flughafen, Stabsstelle Frauenförderung, Mobile Beratung und Beratungsstelle für Geflüchtete. Telefonisch sind die Mitarbeiter erreichbar. Das Stadtbüro, Rathausplatz 3, ist nicht betroffen und hat regulär geöffnet. meh

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