Derzeit prüft die Stadtverwaltung, ob diese leer stehenden Geschäftsräume an der Schulstraße erworben und künftig für eine Schulkinder-Betreuung genutzt werden könnten.
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Derzeit prüft die Stadtverwaltung, ob diese leer stehenden Geschäftsräume an der Schulstraße erworben und künftig für eine Schulkinder-Betreuung genutzt werden könnten.

Ortsbeirat

Flörsheim: Betreuung soll gegenüber der Schule eingerichtet werden

Die Idee ist wegen der notwendigen Straßenüberquerung aber umstritten.

Weilbach -Große Schaufenster ziehen sich vom Gehweg bis unter das Vordach der Geschäftsräume an der Schulstraße Hausnummern 5 und 7. In den Scheiben spiegelt sich das schräg gegenüberliegende Areal der Weilbacher Grundschule. Bald könnten Schülerinnen und Schüler diese leer stehenden Büros nach dem Unterricht aufsuchen. Der Magistrat ist nämlich derzeit in Gesprächen mit dem Eigentümer der bisher gewerblich genutzten Flächen, um dort eine Schulkindbetreuung einzurichten.

Im Weilbacher Ortsbeirat kam das Thema der Betreuung durch einen FDP-Antrag auf die Tagesordnung. Freidemokrat Thorsten Press setzte sich für einen zügigen Ausbau der Grundschule ein. Der Ortsbeirat solle an den Main-Taunus-Kreis als Schulträger sowie an den Magistrat als Träger der Schulkindbetreuung appellieren. Press beklagte, dass die Schulkindbetreuung aus allen Nähten platze. Es sei bereits Geld für eine Übergangslösung in den Haushalt eingestellt und ein Grundstück für künftige Container gerodet worden. Umgesetzt sei bisher jedoch nichts.

Die CDU brachte einen Änderungsantrag ein, der vorsieht, dass ein Vertreter des Kreises den Schulentwicklungsplan im Ortsbeirat vorstellt. Außerdem soll der Magistrat die Pläne für die Schulkindbetreuung genauer erläutern.

Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) erklärte, dass die Betreuung an der Weilbacher Grundschule in etwa zehn Jahren als letzte Schulkindbetreuung in die Trägerschaft des Main-Taunus-Kreises übergehe. Zuvor steht der Ausbau der Schule an. Die Stadt habe als Übergangslösung ein Grundstück vorbereitet, nun jedoch das Angebot des Eigentümers an der Schulstraße für die Hausnummern 5 und 7 erhalten, die dortigen Büros zu übernehmen.

"Wir haben uns das Objekt angeschaut und großes Interesse", so Renate Mohr. Die Immobilie verfüge über vier Eingänge und eine Werkstatt, die für die Betreuung erhalten bleiben solle. Nach dem Ende der städtischen Schulkindbetreuung gebe es die Möglichkeit, die Räume als Büros oder Wohnungen zu nutzen.

FDP plädiert für Standort auf dem Schulareal

Der Magistrat habe dem Erwerb bereits zugestimmt, berichtete die Erste Stadträtin. Am 1. Juli solle das Thema im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden, am 8. Juli in der Stadtverordnetenversammlung. Danach könne ein Bauantrag für notwendige Reparaturen gestellt werden. Schließlich ging es um die Frage, ob der ursprüngliche FDP-Antrag und die Änderung der CDU gemeinsam abgestimmt werden. Freidemokrat Thorsten Press legte Wert auf eine getrennte Abstimmung und vertrat die Ansicht, sein Antrag sei der weitergehende. Der FDP-Antrag fordere einen Ausbau auf dem derzeitigen Schulgelände, betonte der Liberale und wies die Lösung in der Schulstraße 5 und 7 damit zurück. Eine Betreuung gehöre zur Schule, ohne dass man vorher eine Straße überqueren muss, meinte Thorsten Press.

Die Mehrheit stimmte dann allerdings für den Änderungsantrag der Christdemokraten, der anstelle eines Appells zum Ausbau zunächst weitere Berichte fordert. Der FDP-Vorstoß war damit gescheitert. sas

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