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Flörsheim: CDU weist Arroganz-Vorwürfe zurück

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CDU-Fraktionschef Marcus Reif äußert sich zum "Ideenklau" bei der SPD. FOTO: privat
CDU-Fraktionschef Marcus Reif äußert sich zum "Ideenklau" bei der SPD. © Hans Nietner

Prozedere zur Alten Goldbornschule und zum Feuerwehr-Areal ist Aufreger-Thema

Flörsheim/Wicker -Überheblich und arrogant sei der Umgang der CDU/GALF-Koalition mit der SPD, hatten die Sozialdemokraten in eine Erklärung kritisiert, in der sich SPD-Stadtverordnete Katharina Adam dezidiert dazu äußerte. Grund dafür war ein Beschluss über die Zukunft der Alten Goldbornschule sowie des derzeitigen Feuerwehrgerätehaus-Areals in Wicker. Dass CDU, GALF und SPD seit der Ära von Ex-Rathauschef Michael Antenbrink (SPD) nicht mehr den besten Umgang haben, ist bekannt. Doch es eine war eigentlich Besserung angesagt, die aber anscheinend schon wieder Schall und Rauch ist.

Nun kontert CDU-Fraktionschef Marcus Reif die Kritik der Sozialdemokraten. Die Sichtweise der SPD entspreche nicht der Realität. "Trotz anderweitiger Absprachen überraschte die SPD erneut mit einem Antrag als Tischvorlage. Verabredet war nämlich, dass Anträge mit Vorlauf eingereicht werden, um sich mit den Themen innerhalb der Fraktionen vorab befassen zu können", erzählt Reif. "Trotz des Vorpreschens der SPD haben die übrigen anwesenden Fraktionen am vergangenen Donnerstag versucht, gemeinsam eine gute Lösung für Wicker und die alte Goldbornschule zu erzielen. Denn nicht nur die SPD sieht den Handlungsbedarf an dem in die Jahre gekommenen, ehemaligen Verwaltungsgebäude", so der CDU-Mann weiter. Es sei aber auch festzustellen, dass das Ziel der Arbeitsgruppe integrierte Stadtentwicklung im Stadtverordnetenvorstand eine Priorisierung aller Maßnahmen für die Gesamtstadt Flörsheim vornehme. "Nicht alle Wicker-Projekte können in dieser Priorisierung auf Platz eins stehen. Vornehmlich hatte man sich hier bereits in der letzten Sitzung auf das neue Baugebiet ,Prälat-Müller-Quartier', die neue Feuerwache und die Schaffung eines Supermarktes zur Nahversorgung verständigt", zählt Marcus Reif auf. Zum Antrag der SPD verdeutlicht der Christdemokrat seine Sicht der Dinge: "Die CDU/GALF-Koalition hat das Ansinnen des SPD-Antrags auf Prüfen der Umnutzung der alten Goldbornschule in Wohnraum, gegebenenfalls sogar für seniorengerechtes Wohnen, aus der Presse am 1. April erfahren und befürwortet diesen Vorschlag. So wurde es auch in der besagten Sitzung formuliert." Für seniorengerechtes Wohnen, wie von der SPD vorgeschlagen, seien allerdings erhebliche bauliche Veränderungen nötig. So zum Beispiel ein Aufzug, der in der historischen Alten Goldbornschule "nicht einfach außen angesetzt werden kann, geschweige denn im Treppenraum genügend Platz dafür wäre, diesen innen einzubauen". Auch sei der CDU/GALF-Koalition wichtig, dort Räume für die Wickerer Vereine vorzuhalten. "Diese Probleme wissend, hat die Koalition die Prüfung dennoch beschlossen, um auf deren Ergebnis belastbare Entscheidungen treffen zu können", erklärt Reif weiter. Wesentliche Teile des ursprünglichen SPD-Antrags hätten hingegen keine Mehrheit gefunden. Die Parkfläche vor der Alten Goldbornschule werde stark frequentiert, auch von Anwohnern aus Alt-Wicker. Das SPD-Begehren, anstelle der Parkfläche dort einen Anbau zu errichten, würde den Parkdruck nur noch weiter erhöhen. Dies lehne die CDU/GALF-Koalition ab und möchte die Parkfläche neu gestalten, um vielleicht sogar mehr Parkfläche für Anwohner zu erreichen. "Desweiteren intendierte die SPD die Verlegung der Wickerer Zeltkerb auf die Fläche des aktuellen Feuerwehrgerätehauses, was auf Widerspruch beim Club Fidelio und der Koalition gleichermaßen stößt", erläutert Marcus Reif weiter. "Auch das Ausmaß an sozial gefördertem Wohnraum der SPD ist der Koalition zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu weitgehend, weil an der Realität vorbei. Gegen den SPD-Antrag sprach übrigens auch die zeitliche Disposition. Deshalb sprach vieles dafür, mit einer Machbarkeitsstudie das dringende Thema - alte Goldbornschule, jetzt - vom langfristigen - Verfügbarkeit des Geländes der aktuellen Feuerwache, eventuell in sechs bis acht Jahren - zu trennen", sagt der CDU-Fraktionschef. Diese Logik sei mit der SPD aber nicht überein zu bringen gewesen. "Mit den Fraktionen von dfb und FDP hingegen schon, die mit CDU und GALF für diesen Weg stimmten", so Reif.

In der Sitzung des Stadtverordnetenvorstands habe die CDU/GALF-Koalition "das Wohlwollen zum Prüfungsantrag Alte Goldbornschule signalisiert". Da der SPD-Antrag der inhaltlich weitergehende Antrag war und somit zuerst abgestimmt worden sei, "erhielt er keine Mehrheit der anwesenden fünf Fraktionen", erläutert Marcus Reif. meh

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