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Flörsheim: "Da müsste erst mal ein Vorschlag kommen"

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Der Vorsitzende des Turnverein Wicker, Karsten Sell, war überrascht, als er in der Zeitung von dem Vorschlag las, das Vereinsgelände sei als Standort für einen Supermarkt ins Spiel gebracht worden. FOTO: kröner
Der Vorsitzende des Turnverein Wicker, Karsten Sell, war überrascht, als er in der Zeitung von dem Vorschlag las, das Vereinsgelände sei als Standort für einen Supermarkt ins Spiel gebracht worden. © Kröner, Sascha

Der TV Wicker-Chef äußert sich zur Idee, einen Supermarkt auf das Vereinsgelände zu bauen.

Wicker -Die Politik sucht eifrig nach einem Gelände für ein neues Nahversorgungsangebot im Stadtteil Wicker. In der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde deutlich, dass viele Grundstücke am Ortsrand ungeeignet sind. Die CDU brachte schließlich drei Vorschläge auf den Tisch: Neben zwei Flächen außerhalb der Ortsgrenze in Richtung Weilbach konnte sich der Fraktionsvorsitzende Marcus Reif auch das Areal des Turnvereins (TV) Wicker vorstellen. Wenn man sich mit den Turnern einige, sei dies eine Option, meinte Reif. Die Vereinsspitze war überrascht, als sie von diesen Überlegen in der Zeitung las.

Es sei das erste Mal gewesen, dass er von dieser Idee gehört habe, sagt Vereinschef Karsten Sell auf Nachfrage. Bisher sei der Vorstand weder vom Magistrat, noch von der ISEK-Arbeitsgruppe wegen einer Übernahme des Vereinsgrundstücks angesprochen worden. Auch Alternativen für ein neues Gelände des TV Wicker seien ihm nicht bekannt. Am Standort des Vereins zwischen Ortseingang und Goldbornhalle hat Sell den vieldiskutierten Supermarkt bisher nicht gesehen. "Für uns war immer klar, dass das irgendwo drumherum passiert", so der Wickerer.

Der rund 1300 Mitglieder starke Turnverein sei mit seinem gegenwärtigen Gelände zufrieden, erklärt Karsten Sell. Die Lage neben den Tennisplätzen und der Goldbornhalle biete kurze Wege. Neben der eigenen Turnhalle nutzt der TV Wicker die städtische Goldbornhalle unter anderem für Handballspiele und Badminton. "Das ergänzt sich gut", findet Karsten Sell.

Das Außengelände des TV Wicker werde nicht mehr so stark für sportliche Aktivitäten genutzt wie früher, räumt der Vorsitzende ein. Einfach davon trennen, wollen sich die TV-Mitglieder aber nicht. Im Sommer würden Gymnastikstunden im Freien abgehalten, und manche Mitglieder würden in ihrer Freizeit Fußball auf der Wiese spielen, erklärt der Vereinschef. Beliebt sei die Fläche in Wicker auch als Schauplatz für Vereinsfeste. Außerdem habe die Stadt das Gelände schon seit Jahren als Parkplatz für das Wickerer Weinfest genutzt.

Im direkten Umfeld gibt es alternative Flächen hinter der Goldbornhalle, die sich derzeit noch nicht im Besitz der Stadt befinden. Für einen Nahversorger wären diese aus Sicht der Verwaltung nicht so attraktiv, weil sie im Gegensatz zum Areal des Turnverein Wicker nicht direkt an der Durchfahrtsstraße liegen.

Könnte sich der TV Wicker vorstellen in die zweite Reihe zu ziehen, um Platz für einen Supermarkt zu machen? "Das müsste man eruieren", sagt Karsten Sell. "Da müsste erst mal ein Vorschlag kommen." Denn: "Für nichts gehen wir nicht auf ein neues Gelände und bauen dort eine neue Halle", stellt der Vorsitzende klar. Eine Option sei jedoch völlig ausgeschlossen: "Wir ziehen bestimmt nicht aus Wicker weg", betont Karsten Sell. sas

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