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Flörsheim: Der FNC feiert wieder kunterbunt

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Beim großen FNC-Finale regnete es in der Stadthalle endlich wieder Luftschlangen und Konfetti. FOTO: kröner
Beim großen FNC-Finale regnete es in der Stadthalle endlich wieder Luftschlangen und Konfetti. © Kröner, Sascha

Flörsheimer Narren Club verkündet eine gute Nachricht und hat zudem die Heiligen Drei Könige zu Gast.

Flörsheim -Gleich zu Beginn des Senatsabends verkündete Vereinschef Heinz Schäfer eine freudige Botschaft: Der vom Flörsheimer Narren Club (FNC) ausgerichtete Fastnachtsumzug sei in der vergangenen Woche genehmigt worden. Die Besucher, die mit ihrem Eintritt zur Finanzierung der Straßenfastnacht beitragen, konnten das Programm in der Gewissheit genießen, dass am Sonntag, 19. Februar, tatsächlich wieder ein närrischer Lindwurm durch Flörsheims Straßen ziehen wird.

Beim Senatsabend gehen Straßenfastnacht und Saalfastnacht für einen Abend Hand in Hand. Eine Nummer, die es nur dort zu sehen gibt, sind die Heiligen Drei Könige - gespielt von Bürgermeister Bernd Blisch (CDU), der Ersten Stadträtin Renate Mohr (GALF) und Stadtverordnetenvorsteher Michael Kröhle (CDU). Das politische Dreigestirn lobte die eigene Koalitionsarbeit, blickte aber auch selbstironisch auf Flörsheimer Themen der vergangenen Monate.

So witzelte Renate Mohr etwa über den Fortschritt bei der Erweiterung der Weilbacher Kita Pusteblume. Dort scheine man das Schachspiel zu lieben. „In Weilbach stehen zwei Türme rum, wer kümmert sich wohl drum“, reimte die zuständige Dezernentin, die den Fortgang der Arbeiten eigentlich längst in Aussicht gestellt hatte. „Das Holz aus einem fernen Wald“, das käme leider nicht so bald, stellte die Erste Stadträtin fest. Stadtverordnetenvorsteher Michael Kröhle befasste sich unter anderem mit der Erweiterung der Kläranlage im Ortsteil Keramag-Falkenberg: „Im Ort, da riecht man sie schon heute, doch wird’s noch besser, liebe Leute“, berichtete der Stadtverordnetenvorsteher. Die Anlage müsse vergrößert werden, weil der ganze Mist, den der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann über all die Jahre gemacht habe, nach Flörsheim geleitet werde.

Und Bürgermeister Blisch zeichnete ein negatives Bild des Herrenberg-Areals, wo es rund um die Shisha-Bar Klopperei und Streit gebe. „Doch der Besitzer, wie man hört, der stellt sich taub und tut verstört“, reimte der Heilige König und forderte vom Eigentümer, sich um die missliche Lage zu kümmern.

Auch andere Redner wie Protokoller Ralph Bender und der Mainzer Ralf Schlesinger nahmen das Geschehen der vergangenen Jahre und Monate kritisch unter die Lupe. Schlesinger bewertete die Politik in seiner Rolle als „Des Volkes Advokat“. Einen Text zu Putin zu schreiben sei schwer - dabei humorvoll zu bleiben gehe leider gar nicht mehr. „Wie stoppt man nur einen Despoten, wie geht man mit ihm ins Gericht, bevor wegen diesem Idioten der große Krieg ausbricht?“, fragte der närrische Redner.

Den Daumen runter mit Doppel-Wumms gab es vom „Advokaten“ für Bundeskanzler Olaf Scholz und seine fragwürdige Rolle im Cum-Ex-Skandal. Auch mit CDU-Chef Friedrich Merz rechnete Schlesinger ab: „Nach der dritten Wahl hat man ihn hervorgezogen - was ’ne Qual.“ Schließlich hatte der Fassenachter auch noch einen Brexit-Witz im Gepäck. Die Pointe stecke noch im Zoll fest, so Ralf Schlesinger.

Die Tanzdarbietungen des Senatsabends stemmte der FNC mit Aktiven aus den eigenen Reihen. Das Rampenlicht gehörte den Gruppen „Fun Factory“, „Manco Mania“ sowie den „Teenies“. Heinz Schäfer bezeichnete die Tänzerinnen, die teilweise auch bei Turnieren antreten, als „Stolz des FNC“. Im hinteren Teil der Stadthalle blieben beim diesjährigen Senatsabend zwar einige Plätze leer. Aus Sicht der Veranstalter tat dies der Stimmung in der Narrhalla jedoch keinen Abbruch. FNC-Vize Alexander Stirne erklärte, dass die Aktiven mit dem Publikum sehr zufrieden gewesen seien. Beim großen Finale mit der Gruppe „Meenzer Meedcher“ waren alle Zuschauer auf den Beinen. sas

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