Die FNC-Vorstandsmitglieder Heinz Schäfer (re.) und Simeon Dimitriadis nach der vollbrachten Reinigung und Streichaktion an der Fastnachts-Skulptur am Bahnhof.
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Die FNC-Vorstandsmitglieder Heinz Schäfer (re.) und Simeon Dimitriadis nach der vollbrachten Reinigung und Streichaktion an der Fastnachts-Skulptur am Bahnhof.

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Flörsheim: Der "Hall-die-Gailer" trägtzum 20. Geburtstag nun Maske

Der Narren Club kümmert sich regelmäßig um das Kunstwerk am Bahnhof - auch während der Corona-Krise.

Flörsheim -Die Skulptur gehört zu Flörsheim wie der Main, sie ist unübersehbar auf dem Platz vor dem Bahnhof an der Bahnhofstraße installiert und weist auf den Fastnachtsruf beim alljährlichen närrischen Brauchtum in der Stadt hin. "Hall die Gail" lautet der nämlich. Dementsprechend ist die Skulptur des Flörsheimer Künstlers Thomas Reinelt gestaltet worden. Die Fastnachtstradition, die immer wiederkehrende Dynamik des "Zuchs" und der "Hall die Gail"-Schlachtruf der Fassenachter wurden dabei auf fast geniale Art und Weise miteinander verbunden. Die auffällige Skulptur fällt Besuchern aus anderen Städten oft auf, die dann fragen, was die Figuren darstellen. Der Hinweis auf das heimische Fastnachtstreiben sowie der erklärende Zusatz, dass der Ruf der Narren in der Mainstadt mit dem "Hall die Gail" eben die "Gäule" meint, die früher bei den Umzügen zahlreich dabei waren und unter anderem die Fastnachtswagen gezogen haben, lässt dann keine Fragen mehr offen. Tatsächlich bedauern es noch heute viele Besucher des Flörsheimer Fastnachtsumzuges, dass zum Beispiel die Polizei-Pferde nicht mehr dabei sind, ebenso wie die Gäule einer Bierbrauerei, die früher am Fastnachtssonntag im Einsatz waren. Teilweise aus Sicherheitsgründen, teils aus Kostengründen wurde die Zahl der teilnehmenden Pferde beim Fastnachtszug im Lauf der Jahre immer weniger.

Zurück zum Kunstwerk, das von Thomas Reinelt erschaffen wurde: In diesem Jahr hat der Flörsheimer Narren Club (FNC) erneut sein Versprechen eingehalten und die 2,80 Meter hohe Skulptur mit der Bezeichnung "Hall die Gail" zum 20. Geburtstag wieder auf Vordermann gebracht. Zwar fällt der Zug in diesem Jahr aus, das Versprechen aber nicht. Der "Hall-die-Gailer", wie die Figur liebevoll von manchen Flörsheimern genannt wird, wurde nun von Verunreinigungen befreit und der vorher etwas verblasste rote Pfeil mit neuer Farbe versehen. "Mit Wehmut, im Hinblick darauf, dass der Umzug am Fastnachtssonntag Corona-bedingt nicht wie gewohnt durch die Straßen Flörsheims ziehen wird, haben die zwei Vorstandsmitglieder des Flörsheimer Narren Club Vorsitzender Heinz Schäfer und der Sprecher des Generalstabs, Simeon Dimitriadis, die Skulptur zusätzlich mit einem Mund-Nasen-Schutz versehen", heißt es in einer Mitteilung des Flörsheimer Narren Club (FNC). Damit könne der "Hall-die-Gailer" die Zeit bis nach der Corona-Krise sowie bis zur nächsten Kampagne "gesund und regelkonform" überstehen, meinen die FNC-Verantwortlichen für die Reinigungs- und Streichaktion. meh

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