Im Bereich des Herrnberg-Komplexes an der Kapellenstraße gibt es vor allem Probleme in den Abendstunden. ArchivFOTO: Nietner
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Im Bereich des Herrnberg-Komplexes an der Kapellenstraße gibt es vor allem Probleme in den Abendstunden. ArchivFOTO: Nietner

Politik

Flörsheim: "Die Zustände passen nicht an diese Stelle"

Die CDU-Fraktion fasst ihre Eindrücke von einem Rundgang im Bereich des Herrnberg-Komplexes zusammen.

Flörsheim -Eher größer als weniger sind die Probleme geworden, die mit dem Herrnberg-Komplex in Verbindung stehen. Eine Razzia von Zoll, Ordnungsamt, Polizei und Steuerbehörde vor einigen Tagen in zwei Shisha-Bars auf dem Gelände hatte für Aufsehen gesorgt - nicht zum ersten Mal wurden dort solche Aktionen von Behörden durchgeführt. Doch die Probleme auf dem Herrnberg-Areal haben schon längst die andere Straßenseite, Pérols-Kreisel, Ecke Bürgermeister-Lauck- und Kapellenstraße, erreicht. Es geht um den Bereich des Brunnens, der vor allem abends von Jugendlichen frequentiert wird. Bei einer Ortsbesichtigung von CDU-Kommunalpolitikern kamen die Probleme zutage, die sich an dieser Stelle für die Anwohner und Nutzer der Stadthalle sowie der Bushaltestelle fast täglich ergeben.

Die CDU-Fraktion hatte ihre Mitglieder zu einem Rundgang eingeladen. Der begann an der Stadthalle, wo über die derzeitige Situation am Brunnen gesprochen wurde. Außerdem erfuhren die Kommunalpolitiker, dass in den Nachtstunden die Umgebung des Brunnens als Jugendtreff genutzt werde. Erst vor wenigen Tagen hätte dort die Polizei die Jugendlichen kontrolliert. "Aus der Bevölkerung gibt es immer wieder Rückmeldungen und Kritik, dass der Brunnen als Jugendtreff problematisch sei. Menschen fühlen sich nicht nur gestört, sondern auch belästigt und manchmal sogar bedroht", heißt es in einer Mitteilung der CDU-Fraktion. Die Ursache dafür könnte "im gemischten Angebot auf der anderen Straßenseite liegen" - also auf dem Herrnberg-Gelände. Der dortige Gebäudekomplex, der sich zudem in Form eines Flachbaus auf die andere Seite der Kapellenstraße erstreckt, ist bekanntlich der Anlass für Kommunalpolitiker, Anträge zur Verbesserung der dortigen Situation zu stellen.

Vor einigen Tagen seien intensive Kontrollen vorgenommen worden, "die auch zur vorübergehenden Schließung einer Gaststätte, zu Festnahmen und Anlässen für Zollkontrollen führten", erinnert die CDU-Fraktion an das Ergebnis der Razzia. Die CDU hatte ja bereits in der vergangenen Wahlperiode beantragt, "die Gestaltungshoheit über das gesamte Areal des Herrnbergs zu erlangen". Diese Intention erweise sich immer noch als richtig, "denn die Zustände rund um den Herrnberg passen einfach nicht an diese Stelle", da in direkter Nachbarschaft eine Kindertagesstätte, die Sankt-Josefs-Kirche, zwei der größten Schulen des Landkreises und die Stadthalle existieren, erklärte CDU-Fraktionschef Marcus Reif. Die Kommunalpolitiker seien schon seit einiger Zeit alarmiert, beklagten doch viele Bürger die immer schlimmer werdenden Zustände rund um das Gelände. Gemeinsam mit allen Fraktionen müssen somit Wege gefunden werden, diese unhaltbare Situation zu ändern, ist die CDU-Fraktion überzeugt. Eine Wohnbebauung auf dem Areal sei "sicherlich eine vernünftige Idee für die künftige Gestaltung", so Fraktionschef Marcus Reif.

Die Stadtverordneten begutachteten zudem noch das heruntergekommene Haus gegenüber der Josefs-Kirche an der Kolpingstraße. Notdürftig mit Bauzäunen gesichert, diene das Gebäude Jugendgruppen als illegaler Treffpunkt. "Auch hier sollten Gespräche mit dem Eigentümer geführt werden, das Haus entweder instand zu setzen oder zu veräußern, damit es dann instandgesetzt werden kann", schlug der CDU-Fraktionschef vor. meh

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