Das Ergebnis einer Daten-Erhebung durch den Regionalverband ist auch für Rathauschef Bernd Blisch erfreulich.
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Das Ergebnis einer Daten-Erhebung durch den Regionalverband ist auch für Rathauschef Bernd Blisch erfreulich.

Wirtschaft

Flörsheim: Dr. Blisch: "Den kranken Mann am Untermain gibt es nicht mehr"

Eine neue Strukturanalyse des Regionalverbandes Frankfurt-Rhein-Main sieht die Mainstadt für die Zukunft gut gerüstet

Flörsheim -Es ist eine Sammlung von Daten und Fakten zur und über die Mainstadt, die auf dem neuesten Stand gebracht wurde. Die Rede ist von einem Analysepapier, das sich mit den Wirtschaftsdaten von Flörsheim befasst.

Die wichtigsten Strukturmerkmale der Stadt Flörsheim wurden nämlich vom Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main analysiert. Die Analyse mit neuen Wirtschaftsdaten zur aktuellen wirtschaftlichen Lage von Flörsheim, die in Form einer Strukturanalyse dargestellt wird, "soll die Grundlage für eine zielgerichtete Entwicklung der städtischen Wirtschaftsförderung der Stadt Flörsheim bilden", teilt der Magistrat dazu mit. In dem 28 Seiten umfassenden Konzept des Regionalverbandes werden Strukturmerkmale der Stadt Flörsheim wie zum Beispiel Bevölkerung, Beschäftigung, Wirtschaftsbereiche, Branchen, Pendler, Steuern, Kaufkraft analysiert und ein Überblick über die aktuelle Situation gegeben. Das Ziel der Analyse ist es, die Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung zu unterstützen. Für Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) ist die Analyse eine gute Basis, auf der die städtische Wirtschaftsförderung aufbauen und weiter intensiv arbeiten kann. Dabei stehen, so Dr. Blisch, die Vermarktung der Gewerbeflächen im Gebiet West V II sowie die Grundstücke des einst als Kiesabbaugebiet vorgesehenen Gebietes am Weilbacher Ortsausgang in Richtung Hattersheim im Vordergrund. Mit der Analyse sieht der Rathauschef zudem das Image der Kommune verbessert. Als das Terminchaos mit Haushaltssperren in der Mainstadt herrschte und deshalb die Kulturarbeit zum Erliegen kam, habe es geheißen, Flörsheim sei "der kranke Mann am Untermain". Diese Zeit ist vorbei. Die städtischen Etats seien wieder zügig und fristgerecht verabschiedet und mit Rücklagen für Investitionen ausgestattet worden.

Zurück zur Strukturanalyse: Demnach ist zum Beispiel die Beschäftigtenzahl in der Stadt Flörsheim überdurchschnittlich gewachsen. Gleichzeitig ist Flörsheim laut Regionalverband durch seine "diversifizierte Wirtschaftsstruktur und insbesondere durch das Wiedererstarken des Produktionssektors" in den vergangenen Jahren gut für die Zukunft gerüstet. Auch bei dem Vergleich mit anderen Kommunen in der Region Frankfurt-Rhein-Main - Hochheim, Ginsheim-Gustavsburg, Raunheim, Bruchköbel, Seligenstadt - schneide Flörsheim gut ab. Dr. Bernd Blisch wertet die Mischung von verschiedenen Unternehmensbranchen in Flörsheim als großen Vorteil, was die Arbeitsplätze betrifft.

"Der Regionalverband hat auch für andere Städte Wirtschaftsstrukturanalysen erstellt, ich freue mich, dass wir uns des Sachverstands des Regionalverbandes bedienen können - und dies sogar kostenfrei", erklärt der Bürgermeiste. De Strukturanalyse mit den aktuellen Daten könne außerdem auch für die Frage, wie sich die Wirtschaft in Zeiten der Corona-Krise weiterentwickele, herangezogen werden. red/meh

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