Zwischen Marxheim und Weilbach soll ein Radweg gebaut werden. Noch ist nicht klar, ob dafür ein Planungsverfahren auf den Weg gebracht werden muss.
+
Zwischen Marxheim und Weilbach soll ein Radweg gebaut werden. Noch ist nicht klar, ob dafür ein Planungsverfahren auf den Weg gebracht werden muss.

Infrastruktur

Flörsheim: Ein Vorentwurf für die neue Verbindung ist bereits in Arbeit

Der Weilbacher Ortsbeirat erkundigt sich nach dem Stand der Dinge für den geplanten Fuß- und Radweg nach Marxheim.

Weilbach -Mit dem Fahrrad von Weilbach ins benachbarte Marxheim zu fahren, ist nicht so richtig angenehm. Denn eine durchgehende Wegeverbindung zwischen beiden Orten gibt es nicht. Dies soll sich ändern. Wie und wann - dafür interessiert sich der Weilbacher Ortsbeirat.

Wer das Ortsschild des Stadtteils auf einem Rad hinter sich lässt, der hat zunächst nur die Möglichkeit, der Fahrbahn der vielbefahrenen Bundesstraße 519 (B 519) zu folgen. Nach rund 500 Metern gibt es einen Lichtblick: Auf Höhe der ehemaligen Kiesgrube "Germania" beginnt ein Fuß- und Radweg am westlichen Fahrbahnrand. Der befestigte Weg erstreckt sich über eine Länge von etwa 400 Metern und begleitet die B 519 unter der A 66 hindurch. Auf der anderen Seite der Autobahnbrücke endet der Radweg an einer Fußgängerampel, die eine Überquerung der B 519 ermöglicht. Von dort aus bleibt Radlern nur die Möglichkeit, auf der Fahrbahn weiterzufahren oder auf Feldwegen auszuweichen, die nicht direkt nach Hofheim führen.

SPD-Ortsbeiratsmitglied Wilfried Theiß bezog sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums auf einen Artikel, der im Mai im Kreisblatt erschienen war. Der Bericht hatte auf Pläne für einen Radweg verwiesen, die im Ortsbeirat Marxheim diskutiert wurden. Die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil verwies damals auf Vorplanungen. Theiß setzte sich dafür ein, einen Vertreter von Hessen Mobil in den Ortsbeirat einzuladen. Er argumentierte, dass ein direkter und kurzer Fuß- und Radweg in die Kreisstadt Hofheim eine wichtige Verkehrsverbindung für die Weilbacher sei. Die bisherige Verbindung sei gefährlich und unsicher. Auf Nachfrage des Kreisblatts äußerte sich Hessen Mobil zum Stand des Projektes. Der Radweg solle auf der westlichen Seite der B 519 verlaufen und die stellenweise überproportional breite Fläche der Bundesstraße mitbenutzen. Im Bereich der A 66 werde der bestehende Weg genutzt. Die bisherigen Schritte seien sowohl mit dem Flörsheimer Magistrat wie mit dem Hofheimer Magistrat abgestimmt worden, erklärte Hessen-Mobil-Sprecher Stefan Säemann. Der Vorentwurf sei in Arbeit und werde voraussichtlich im August fertig. Hessen Mobil rechnet damit, dass ein Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts notwendig ist. "Da der Stand der Planung noch nicht so weit ist, dass hinsichtlich Grunderwerb und naturschutzrechtlicher Belange eine belastbare Aussage möglich ist, gehen wir weiter von einem Planfeststellungsverfahren aus", erläutert Säemann. Sollte sich im weiteren Prozess die Möglichkeit ergeben, das Baurecht ohne Planfeststellung zu erreichen, würde Hessen Mobil dies bevorzugen. sas

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare