Der ehemalige Geschäftsführer der Deponie-Gesellschaften, Gerd Mehler, sieht sich grundlos beschuldigt und kritisiert Äußerungen der RMD-Aufsichtsratsvorsitzenden Madlen Overdick zum abgewiesenen Klageverfahren gegen ihn. Archiv-FOTO: Nietner
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Der ehemalige Geschäftsführer der Deponie-Gesellschaften, Gerd Mehler, sieht sich grundlos beschuldigt und kritisiert Äußerungen der RMD-Aufsichtsratsvorsitzenden Madlen Overdick zum abgewiesenen Klageverfahren gegen ihn. Archiv-FOTO: Nietner

Deponiepark

Flörsheim: "Entschuldigung wäre anständig gewesen"

Ex-RMD-Chef Gerd Mehler: Aufsichtsratsvorsitzende Overdick verursachte selbst einen Millionen-Euro-Schaden.

Wicker/Hofheim -Das Klageverfahren der Rhein-Main-Deponie Gesellschaft (RMD) mbH gegen ihre frühere Geschäftsführung wegen angeblicher Pflichtverletzung und damit verbundener Schadenersatzansprüche ist bekanntlich vom Landgericht Wiesbaden abgewiesen worden. Die RMD-Aufsichtsratsvorsitzende und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick (Grüne) hatte erklärt, dass aus Kostengründen auf eine Revision verzichtet werde, aber trotzdem von der Ex-Geschäftsführung ein Schaden in Höhe von mindestens 1 Million Euro zu verantworten sei. Dazu hat jetzt der frühere RMD-Geschäftsführer Gerd Mehler Stellung genommen.

Der ehemalige Deponie-Manager wies darauf hin, dass die Klage der RMD "vollumfänglich" abgewiesen worden sei. Das Gericht habe keinerlei Anhaltspunkte für eine Pflichtverletzung oder einen entstandenen Schaden gesehen. Dieses Urteil sei von den RMD-Verantwortlichen nicht nur hinzunehmen, "sondern auch zu respektieren", meinte Mehler. "Anständig wäre es gegenüber den grundlos Beschuldigten zuzugeben, sich geirrt zu haben und sich angesichts der jahrelang unbegründet öffentlich immer wieder erhobenen Vorwürfe vielleicht sogar zu entschuldigen." Aufgrund seiner Erfahrungen habe er das allerdings nicht erwartet. "Daher überrascht mich auch gar nicht, dass sich die Aufsichtsratsvorsitzende weder dazu bekennt noch die Verantwortung dafür übernimmt, durch verlorene Gerichtsverfahren, Abfindungen, die Weiterzahlung von Geschäftsführerbezügen und sinnlose Planungen selbst einen Schaden in mehrfacher Euro-Millionenhöhe verursacht zu haben", so Mehler red

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