Zwei Radar-Säulen an der Hofheimer Straße messen die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, die dort ortsein- oder ortsauswärts unterwegs sind.
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Zwei Radar-Säulen an der Hofheimer Straße messen die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge, die dort ortsein- oder ortsauswärts unterwegs sind.

Verkehrsüberwachung

Flörsheim: Es wird oft zu schnell gefahren

Verwaltung legt Zahlenmaterial für die neuen Messanlagen vor.

Weilbach -Autofahrer, die häufiger von der Gänsgasse in die Hofheimer Straße einbiegen, haben in den vergangenen Wochen eine Veränderung festgestellt. Früher musste man in diesem Bereich oft damit rechnen, dass Fahrzeuge mit schwer einzuschätzenden Geschwindigkeiten angerauscht kommen. Mittlerweile halten sich die meisten Verkehrsteilnehmer an die geltende Tempo-30-Regelung. Auslöser sind zwei neue Radarsäulen, die an der Hofheimer Straße das Tempolimit überwachen.

Die stationären Geschwindigkeitskontrollen am Weilbacher Ortsausgang in Richtung Hofheim waren von der Polizei als sinnvoll erachtet worden. Die Hofheimer Straße sei besonders schützenswert, weil sich dort zwei Bushaltestellen befinden. Außerdem stellten die Beamten fest, dass es aufgrund der schlechten Einsehbarkeit bei der Einfahrt in die Hofheimer Straße zu Unfällen gekommen sei. Zahlen aus früheren Messungen belegten, dass es viele Autofahrer dort mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht allzu genau nahmen. 88 Prozent der gemessen Fahrzeuge überschritten die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde.

Täglich "blitzt" es über 150 Mal

Nach den ersten Betriebswochen der neuen Radarsäulen gibt es nun Zahlen, die die Notwendigkeit der Anlagen unterstreichen. In der Verkehrskommission berichtete die Verwaltung, dass ortseinwärts rund 100 Geschwindigkeitsübertretungen am Tag gemessen werden. Der Spitzenwert betrug 83 Kilometer und lag damit über 50 Kilometer pro Stunde höher als das erlaubte Tempo. Ortsauswärts erwischt die Radar-säule an der Hofheimer Straße zwischen 50 und 60 Temposünder am Tag.

Ersatz für Starenkästen

Auch zu weiteren Radaranlagen im stark vom Durchgangsverkehr belasteten Stadtteil Weilbach gab es Neuigkeiten. Die mobile Messstelle, die derzeit in der Rüsselsheimer Straße aufgebaut ist, soll Anfang des nächsten Jahres durch eine feste Säule ersetzt werden. Das Fundament für die Neuinstallation wurde bereits gefertigt. Die mobile Station erfasst derzeit 40 bis 50 Geschwindigkeitsübertretungen am Tag. Nach dem Anschluss der stationären Säule soll die bewegliche Messanlage an anderer Stelle im Stadtgebiet eingesetzt werden. Schließlich sollen noch zwei weitere Tempokontrollen in Weilbach einsatzbereit gemacht werden. Nach Tempomessungen im Jahr 2019 hatte die Polizei vier Standorten für stationäre Kameras zugestimmt. Während es sich bei den Blitzern in der Hofheimer und der Rüsselsheimer Straße um komplett neue Positionen handelt, ersetzen die verbliebenen zwei Radarsäulen sogenannte Starenkästen, die mittlerweile außer Betrieb sind. Standort sind die Raunheimer Straße auf Höhe der Jahnturnhalle und die Mainzer Straße am Ortsausgang Richtung Wicker. An beiden Standorten haben Messungen viele Geschwindigkeitsübertretungen nachgewiesen. In der Raunheimer Straße ereignete sich im Jahr 2016 ein schwerer Unfall, bei dem ein Radfahrer ums Leben kam. Die neuen Radarsäulen werden von einem Privatunternehmen installiert und betrieben. sas

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