Weggeworfener Verpackungsmüll, wie hier im Stadtpark, ist an verschiedenen Stellen ein Problem. Da hilft auch keine Verordnung. FOTO: meh
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Weggeworfener Verpackungsmüll, wie hier im Stadtpark, ist an verschiedenen Stellen ein Problem. Da hilft auch keine Verordnung.

Sicherheit

Flörsheim: "Es wurde einigesauf den Weg gebracht"

Der Magistrat lobt den Kompass-Beauftragten überschwänglich für seine bisherige Arbeit.

Flörsheim -Seit rund einem Jahr ist der städtische Verwaltungsmitarbeiter Simon Rahner als Kompass-Beauftragter bei der Stadt Flörsheim am Main beschäftigt. "Obwohl seine Arbeit durch die Corona-Pandemie manchen Einschränkungen unterworfen war, hat er im ersten Jahr seiner Tätigkeit einiges, was der Verbesserung der Sicherheit in der Untermainstadt dient, auf den Weg gebracht", erklärt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU).

Das hessische "Kommunalprogramm Sicherheitssiegel" (abgekürzt Kompass) habe zum Ziel, eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und enge Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Polizei und Kommunen zu erreichen. Die Polizei soll gemeinsam mit den Kommunen und ihren Bürgern die spezifischen Sicherheitsbedürfnisse, also auch die Sorgen und Ängste der Bevölkerung, erheben, analysieren und ein passgenaues Lösungsangebot entwickeln.

Grundlegend habe Rahner im Rahmen des Kompass-Programms zunächst "eine Struktur von Kommunikationswegen innerhalb der Stadtverwaltung, aber auch zu der örtlichen Polizeistation und dem Polizeipräsidium Westhessen aufgebaut". Sodann habe es für ihn gegolten, "bei regelmäßigen Streifenfahrten mit der Ordnungspolizei Erfahrungen und Erkenntnisse bezüglich der vorhandenen problematischen Stellen in der Stadt zu sammeln". In regelmäßigen Besprechungen mit den Beamten der Polizeistation Flörsheim-Hochheim sowie den zuständigen Kompass-Beratern des Polizeipräsidiums Westhessen seien diese Punkte thematisiert, vorhandene Erkenntnisse ausgetauscht und erste Lösungsansätze diskutiert worden.

"Praktische Hilfe leistete Rahner, indem er zusammen mit der städtischen Ordnungspolizei die staatliche Polizei regelmäßig bei größeren Kontrollen im Stadtgebiet unterstützt hat. Weiterhin veranlasste er eine erste Beleuchtungsbegehung im Stadtgebiet, bei der Orte in den Blick genommen wurden, die als zu dunkel, unübersichtlich und damit als kritisch gelten", heißt es in der Mitteilung der Verwaltung weiter.

Innerhalb der Stadtverwaltung habe Simon Rahner die verschiedenen Ämter bei Sicherheitsfragen beraten und "sich insbesondere bei den sicherheitsrelevanten Aspekten der Planung größerer Veranstaltungen miteingebracht". Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sei zudem die Erarbeitung des Entwurfes einer umfassenden Gefahrenabwehrverordnung, der mittlerweile den zuständigen Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung vorliegt.

Außerdem habe sich der städtische Kompass-Beauftragte an verschiedenen gemeinsamen Veranstaltungen der Sicherheitsberater für Senioren, der Jugendkoordination der Polizei und des Schutzmanns vor Ort beteiligt.

Zu den Tätigkeiten Rahners zählten die Gespräche mit Bürgern. Ein Hauptaugenmerk liege auf Gesprächen mit Eltern von Jugendlichen, die Ordnungswidrigkeiten begangen haben. "Die Gespräche sollen dazu dienen, den Eltern und den Jugendlichen die Konsequenzen der Taten aufzuzeigen und dann aktiv vorhandene Probleme anzugehen und weitere Ordnungswidrigkeiten zu verhindern", erläutert die Verwaltung weiter.

Vorgesehen ist zudem Anfang 2022 eine Bürgerbefragung zur Sicherheit in Flörsheim in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen. Die Ergebnisse der bereits Ende des Vorjahres durchgeführten Umfrage könnten wegen des irrtümlich zur Verwendung gekommenen, unbrauchbaren Fragebogens nicht genutzt werden. Auf Basis der nun zu ermittelnden Daten werde dann eine Gefahrenanalyse für Flörsheim erarbeitet. red

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