Die Glasfenster bildeten bereits vor der Sanierung der Betoneinfassung eine eindrucksvolle Kulisse in der Josefskirche an der Kolpingstraße.
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Die Glasfenster bildeten bereits vor der Sanierung der Betoneinfassung eine eindrucksvolle Kulisse in der Josefskirche an der Kolpingstraße.

Josefskirche

Flörsheim: Fenster erstrahlen in neuem Glanz

Die Sanierungsarbeiten in dem denkmalgeschützten Gotteshaus sind abgeschlossen worden - weiterhin gute Kirchenbesucher-Zahlen.

Flörsheim -Katholische Gemeindemitglieder aus dem Flörsheimer Norden können aufatmen. Ihr Gotteshaus ist seit vergangenem Monat keine Baustelle mehr. Nach vier Bauabschnitten und mehr als vier Jahren Arbeit endeten im Januar die Sanierungsmaßnahmen rund um die Kirche St. Josef. Als letzter Schritt wurden zwei Strahler über der Schutzmantelmadonna angebracht. Die Lampen sollen die Holzskulptur im Eingangsbereich ins rechte Licht rücken.

Baustellenatmosphäre begleitete viele Gottesdienste der vergangenen Jahre. Kirchenbesucher mussten unter anderem damit leben, dass sich ein Baugerüst vor dem großen Betonglasfenster erhob. Zwischenzeitlich war ein Teil der Sitzbänke mit Schutzfolie abgedeckt. Der Platz in der Kirche sei um etwa ein Drittel reduziert gewesen, erläutert Alois Platt, Mitglied im Ortsteam des Verwaltungsrates. Außerdem wurde die Orgel gleich zu Beginn der Arbeiten mit Holzbrettern eingehaust, um das Musikinstrument vor Schmutz und Schäden zu schützen. Jeder Bauabschnitt habe nach Ostern begonnen und sich meist bis in den Oktober gezogen, erzählt Platt. Zwischen Oktober und April sei die Orgel dann wieder freigelegt und genutzt worden.

Vieles ist in den vergangenen Jahren rund um die Josefskirche passiert. Die Maßnahme sei bereits 2016 mit einer Überprüfung der denkmalgeschützten Betonglasfenster vorbereitet worden, berichtet Platt. Ein kleines Fensterelement sei mit einem Kran entnommen worden, um die weiteren Sanierungsschritte und die Kosten zu planen. Nach dem Startschuss im April 2017 bildete die Restaurierung des optisch eindrucksvollen Fensters den Kern der ersten beiden Bauabschnitte. Vor dem Eingriff der Experten drohte das Betonglas aus der Wand zu kippen. Jetzt ist das besondere Element der Josefskirche nicht nur wieder stabil - die farbigen Lichtmuster kommen auf den frisch gestrichenen Wänden auch besonders gut zur Geltung.

Warten, dass Corona vorbei ist

2019 standen mit dem dritten Bauabschnitt die Sanierung des Kirchendachs und der Natursteinfassade an. Außerdem wurden die Regenrinnen, die Blitzschutzanlage, der Aufstieg zum Dach und die Belüftung der Sakristei erneuert. Für den vierten und letzten Abschnitt, der im April 2020 startete, hatte sich die Gemeinde die Innenrenovierung aufgehoben. Auf dem Plan standen unter anderem Elektroinstallationen, neue Beleuchtung sowie ein Anstrich der Wände und Innentüren. Zusätzlich wurde der Beichtstuhl versetzt und eine Kerzenfilterstation neben der Schutzmantelmadonna aufgestellt, um die Wände sauber zu halten.

Alle baulichen Einschränkungen sind nun aufgehoben. Die Kirche sei in den vergangenen Jahren regelmäßig von rund 200 Personen besucht worden - 80 bis 90 an Samstagabenden und etwa 120 am Sonntagvormittag, erklärt Alois Platt. In früheren Jahrzehnten sei die Besucherzahl höher gewesen. In den vergangenen 15 Jahren habe sich die genannte Zahl allerdings gehalten. Ein zusätzlicher Rückgang seit Eröffnung der Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen sei nicht zu verzeichnen. Momentan ist die erlaubte Besucherzahl durch die Corona-Pandemie zusätzlich eingeschränkt. Rund 60 Personen dürfen in die Kirche. "Wir warten jetzt darauf, dass Corona vorbei ist, und wir wieder mehr Leute reinlassen dürfen", so Alois Platt. sas

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