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Da war noch alles eitel Sonnenschein: Über den Wahlsieg von Dr. Bernd Blisch freuten sich vor zwei Jahren (von links) Marcus Reif, Thomas Probst und Renate Mohr.

Politik

Flörsheim: Freie Bürger kritisierenCDU und Grüne

Beim Thema Herrnberg kriselt das Dreier-Bündnis.

Flörsheim – Zerbricht wenige Monate vor der Kommunalwahl im März 2021 das Dreier-Bündnis aus Christdemokraten, Grüne Alternative Liste Flörsheim und Freien Bürgern (dfb)? Es hat immer mehr den Anschein, denn in wichtigen Fragen ist das Dreier-Bündnis keine Einheit mehr.

So kritisiert dfb-Fraktionschef Thomas Probst die Aussagen seines CDU-Kollegen Marcus Reif zum ins Gerede gekommenen Herrnberg-Zentrum, das als Problemfall gilt. So habe der Christdemokrat für den Kauf des Herrnberg-Zentrums plädiert. "Die Freien Bürger Flörsheim fragen sich: Würde man eine ernstgemeinte Kaufabsicht in dieser Form in der Öffentlichkeit kundtun? Selbstredend nein. Das Resultat einer solch öffentlich dargebotenen Kaufabsicht erhöht nach unserer Auffassung nicht nur das Lächeln eines potenziellen Verkäufers, sondern auch den Verkaufswert des Objektes Herrnberg um ein Vielfaches", meint der dfb-Fraktionschef dazu.

Diese Art von "Verhandlungsstrategie" liege nicht im Interesse der Stadt, moniert Thomas Probst weiter. Die Freien Bürger hätten in den vergangenen Jahren "mehrfach die Missstände mit Hilfe der Anwohnerinnen und Anwohner und nicht zuletzt auch Verbesserungsmöglichkeiten mit dem ,Konzept für mehr Sicherheit und Ordnung' aufgezeigt", erläutert der dfb-Stadtverordnete. Dies ist nach der Auffassung der Freien Bürger der Weg in die richtige Richtung.

"Zentrum war einst im Einklang mit der Umgebung"

Das Herrnberg-Areal sei einst geordnet gewesen, "es gab ein Eiscafé, ein Restaurant, eine Apotheke und einen Bäcker; es war ein Ort zum Wohlfühlen", skizziert Probst die Vergangenheit auf dem Grundstück. Das alles sei im Einklang mit der benachbarten Sankt-Josefs-Kirche, dem Kindergarten sowie den nahe gelegenen Schulen an der Jahn- und Bürgermeister-Lauck-Straße gewesen. "Dies ist noch nicht so lange her und musste einer neuen Realität weichen", beschreibt Probst den jetzigen Zustand. Rücksichtsloses Parken, rücksichtsloses Fahren, nächtliche Ruhestörungen, körperliche Auseinandersetzungen, Verdreckung, Rattenplagen und Polizeieinsätze - alles dies sei mit der Herrnberg-Immobilie aber nun derzeit verbunden. Ein Anwohner der Liegenschaft habe gegenüber einer Zeitung erklärt, dass dies nicht dem entspreche, "was wir als friedfertiges Miteinander bezeichnen".

Um so verwunderlicher sei es jetzt, so erläutert Thomas Probst, dass wenige Monate vor der Kommunalwahl die Grüne Alternative Liste das Areal Herrnberg hinterfrage und einen Bericht vom Ordnungsamt angefordert habe.

Der dfb-Fraktionschef macht eine klare Ansage: "Wir werden dem anstehenden Prüfantrag der CDU sowie den Antrag der Grünen Alternativen Liste Flörsheim im Interesse der Bürger, die rund um das Areal Herrnberg leben, zustimmen." Dies sei verbunden mit der Hoffnung, dass die weiterführenden Maßnahmen im Interesse der Stadt und der Bürger sich nicht als leeres Wahlkampfversprechen entpuppen werden. Niklaus Mehrfeld

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