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Flörsheim: Für das Vermächtniskonzert gibt's "Verstärkung"

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So soll es in diesem Jahr beim Vermächtniskonzert wieder sein: Der Sängerbund bei seinem Auftritt in der Gallus-Kirche. ArchivFOTO: nietner
So soll es in diesem Jahr beim Vermächtniskonzert wieder sein: Der Sängerbund bei seinem Auftritt in der Gallus-Kirche. ArchivFOTO: nietner © Hans Nietner

Warum der Sängerbund eine Abnahme der aktiven und passiven Mitgliederzahlen verkraften muss.

Flörsheim -Beim ältesten Flörsheimer Verein zählt mittlerweile jedes Mitglied. Der 1847 gegründete Gesangsverein Sängerbund feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Für einen Gesangsverein, der inzwischen einiges an Mitgliedern eingebüßt hat, sei dieses Jubiläum etwas Besonderes, findet Pressesprecher Günther Chwalek. Die Sorge um die Zukunft sei berechtigt, räumt der Sänger ein. An erster Stelle stehe zunächst aber die Bewältigung der für dieses Jahr geplanten Auftritte.

Auf der Mitgliederversammlung gab der Vorstand bekannt, dass die Mitgliederzahl durch Todesfälle, Wegzug und Austritte auf 87 Personen gesunken sei. Dies betrifft auch die Zahl der Aktiven, die sich laut Günther Chwalek um drei verringert hat. 13 Sängerinnen und zehn Sänger singen derzeit noch im Gemischten Chor. Es werde immer schwieriger, alle Stimmen zu besetzen, sagt Chwalek. Zwar könne ein Chor auch mit 23 Aktiven weiter bestehen. Gerade bei kleineren Anlässen sei es möglich, den Zuhörern mit einer geringen Zahl von Aktiven Freude zu machen, erklärt der Flörsheimer. Die anstehenden Termine des Vereins sind allerdings keine kleinen Anlässe. Am 28. August stemmt der Sängerbund gemeinsam mit dem Musikverein das Vermächtniskonzert am Vorabend des Verlobten Tages. Am 29. Oktober laden die Sänger zum Festkommers anlässlich ihres 175. Jubiläums. Angesichts des bevorstehenden Programms bat Erste Vorsitzende Ute Vogel alle Besucher der Mitgliederversammlung um regen Besuch der Singstunden und um intensive Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltungen. Seit der Sängerbund im Jahr 1947 das Versprechen eines jährlichen Vermächtniskonzertes gab, hat sich einiges verändert. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sangen die Mitglieder zunächst in einem Männerchor mit 100 Aktiven. Vor 30 Jahren formierte sich dann ein eigener Frauenchor unter dem Dach des Gesangsvereins. Beide Chöre verbanden sich schließlich im vergangenen Jahrzehnt zum Gemischten Chor. Trotzdem erreicht die Zahl der Aktiven nicht einmal mehr ein Viertel der Sänger, die nach dem Krieg den Chorgesang pflegten. Ist die Ausrichtung des Vermächtniskonzertes vor diesem Hintergrund überhaupt noch machbar? Aus Sicht von Günther Chwalek kann die Tradition fortgesetzt werden - allerdings nur mit Unterstützung. Dirigentin Solveig Wagner verstärke die Reihen beim Vermächtniskonzert mit Aktiven aus anderen Vereinen, erläutert der Pressesprecher. Die Chorleiterin leite noch einige andere Chöre, aus deren "Reservoir" sie schöpfen könne. "Die Dirigentin beurteilt, wie sie die einzelnen Stimmen am besten ergänzt", so Günther Chwalek. Der Sängerbund habe bereits in den vergangenen Jahren auf Unterstützung gesetzt, um die Fortführung des Vermächtniskonzertes zu garantieren. "Es geht uns um die Erfüllung des Versprechens von 1947", erklärt der Sänger. Die Proben sollen bald starten. Bevor es vor ein großes Publikum geht, erwartet die Mitglieder am 23. Juli aber zunächst noch eine lockere Zusammenkunft beim Sommertreff des Sängerbunds.

Auf der Versammlung hatten die Mitglieder alle zur Wahl stehenden Vorstandsämter bestätigt. Vorsitzende Ute Vogel, Zweite Schriftführerin Marianne Flesch sowie der Vorsitzende des Vergnügungsausschusses, Harald Vogel, wurden wiedergewählt. sas

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