Der neue CDU-Fraktionsvorstand präsentierte sich nach der Wahl im Foyer der Stadthalle. Foto: Privat/CDU Flörsheim
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Der neue CDU-Fraktionsvorstand präsentierte sich nach der Wahl im Foyer der Stadthalle.

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Flörsheim: Generationswechsel bei den Christdemokraten

Sechs von 13 Mitgliedern der neuen CDU-Fraktion sind Frauen - Marcus Reif wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Flörsheim -Die CDU-Fraktion in der Mainstadt hat sich nach der Kommunalwahl konstituiert. Die offizielle Bildung der Fraktion erfolgte nach der Feststellung der Gültigkeit der Wahl durch den Wahlausschuss. Der CDU-Parteivorsitzende Jens Weckbach stellte in seinen einführenden Worten das Wahlergebnis in den Vordergrund: "Mit über 100 000 Wählerstimmen hat die CDU viel Vertrauen zugesprochen bekommen. Dies gilt es in den kommenden fünf Jahren für unser Flörsheim einzubringen."

An ihrer Spitze setzt die nach dieser Wahl wieder mit Abstand stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung auf Kontinuität. Auf Vorschlag des Parteivorsitzenden Jens Weckbach wählte die CDU-Fraktion in geheimer Wahl einstimmig ihren langjährigen Vorsitzenden Marcus Reif erneut in das Führungsamt. "Mit Marcus Reif setzen wir nicht nur ein Zeichen der Kontinuität, sondern haben auch einen erfahrenen, redegewandten und führungsstarken Kommunalpolitiker an die Spitze unserer Fraktion gewählt, der bestens geeignet ist, um in den kommenden fünf Jahren sowohl christdemokratische Politik in der Stadtverordnetenversammlung zu erläutern, als auch Kompromisse in der angestrebten Koalition zu moderieren", meinte Jens Weckbach.

Deutlich weiblicher wird die Riege der drei stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. So wählte die Fraktion Luana Schnabel, die bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen in Flörsheim auf sich verbuchen konnte, zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Luana Schnabel wird für die politischen Themen des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses verantwortlich und als Fachsprecherin in diesem Ausschuss aktiv sein.

An ihrer Seite in der Fraktion agiert künftig Svenja Colak ebenfalls als stellvertretende Fraktionsvorsitzende, die als Fachsprecherin in den Haupt- und Finanzausschuss ziehen wird. Sie übernimmt die Steuerung der politischen Haushalts-, Finanz- und Wirtschaftsthemen sowie die Satzungen und organisatorischen Inhalte des Ausschusses als Fachsprecherin.

Die Runde der insgesamt drei Stellvertreter komplettiert der Stadtverbandsvorsitzende Jens Weckbach, der als stellvertretender Fraktionsvorsitzender in den Sozial- und Kulturausschuss gehen und die Arbeit der CDU-Fraktion in diesem Ausschuss koordinieren wird. Als Fachsprecher vertritt er in diesem Ausschuss auch die Flörsheimer Vereine.

Die Fraktion wird mit sechs Frauen in der 13 Mandatsträger großen Stadtverordnetenfraktion deutlich "weiblicher". Das Durchschnittsalter der Mandatsträger beträgt 39,7 Jahre. Die Fraktion wurde mit der Kommunalwahl und durch die Konstituierung erheblich weiblicher und jünger, sagte Marcus Reif.

Als Kandidaten für die Wahl der ehrenamtlichen Stadträte nominierte die CDU-Fraktion Frank Neugebauer und Rudi Weckbach aus Stadtmitte, Berthilde Enders und Christopher Willmy aus Wicker sowie Jerome Wagner aus Weilbach. Die CDU soll - vorbehaltlich der Magistratswahl - von diesen Frauen und Männern in der Stadtverordnetenversammlung vertreten werden: Neben Luana Schnabel, Svenja Colak, Jens Weckbach und Marcus Reif gehören der Fraktion Michael Kröhle, Thomas Schmidt, Brigitte Wagner-Christmann, Katrin Göttge, Tobias Ruppert, Gerlinde Goldbach-Thimm, Christian Schäfer, Christian Ruppert und Lena Werner an.

Als stärkster Fraktion steht der CDU nach ungeschriebenen parlamentarischen Regeln auch das Vorschlagsrecht für den Stadtverordnetenvorsteher zu. Diese Aufgabe möchte die CDU-Fraktion nach einstimmigem Votum der Fraktion weiterhin dem bisherigen Stadtverordnetenvorsteher Michael Kröhle übertragen.

Die CDU hat - wie bereits nach der Wahl verkündet - allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung Gespräche angeboten, diese sind in Teilen auch schon terminiert. Diese Gespräche dienen dem Kennenlernen der politischen Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre und sollen ausloten, mit welchem Partner eine mögliche Zusammenarbeit angestrebt werden kann. red

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