Pakete bestellen, dann aber nicht bezahlen: Diese Fälle gab es in Flörsheim verhältnismäßig oft.
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Pakete bestellen, dann aber nicht bezahlen: Diese Fälle gab es in Flörsheim verhältnismäßig oft.

Kriminalität

Flörsheim: Immer mehr Betrügereien bei Online-Bestellungen

Kriminalstatistik: Warenkreditbetrug in Mainstadt vorne - Aufklärungsquote gut, aber leicht gefallen.

Flörsheim -Die Sachbeschädigung war im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 11,8 Prozent die häufigste Straftat im Main-Taunus-Kreis. In Flörsheim lag laut polizeilicher Kriminalstatistik dagegen Warenkreditbetrug an der unrühmlichen ersten Stelle, mit einem Anteil von 13,3 Prozent an allen Straftaten. Sachbeschädigungen machen derweil immer noch einen Anteil von 13,1 Prozent aller Fälle aus.

In absoluten Zahlen: Die Polizei erfasste im Jahr 2020 exakt 134 Fälle von Warenkreditbetrug, also Vergehen, bei denen Ware online bestellt, dann aber nicht bezahlt wurde, sowie 132 Sachbeschädigungen.

Insgesamt gab es in Flörsheim im vergangenen Jahr sogar 194 Betrugsfälle, gegenüber 158 im Jahr zuvor. Der Anstieg ist wohl auf zunehmende Betrügereien bei Online-Bestellungen zurückzuführen, wobei der Anstieg zumindest bei den aufgeklärten Fällen nur wenigen Personen zuzurechnen ist.

1007 Straftaten registrierte die Polizei im vergangenen Jahr in Flörsheim. 633 wurden aufgeklärt. Damit liegt die Aufklärungsquote in der Stadt am Main mit 62,9 Prozent leicht über der kreisweiten Quote von 60,7. Doch während sie im gesamten Main-Taunus-Kreis leicht anstieg, ist sie in der Mainstadt um 1,1 Prozentpunkte gefallen.

Ebenfalls weniger erfreulich aus Flörsheimer Sicht ist, dass die Häufigkeitszahl - für sie wird die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten hochgerechnet auf 100 000 Einwohner - mit 4649 deutlich über der des Kreises liegt. Im MTK sank sie auf 4035.

525 Tatverdächtige ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr (2019 waren es vier mehr). Darunter waren 105 weiblich und 420 männlich. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger sank von 38 auf 32,2 Prozent. Hinter Warenkreditbetrug und Sachbeschädigung wurde vorsätzliche leichte Körperverletzung im vergangenen Jahr als dritthäufigste Straftat registriert. 89 Fälle gab es in diesem Deliktbereich, acht Mal blieb es bei einem Versuch, 86 Taten wurden aufgeklärt.

Anders als in vielen anderen Kommunen ging die Zahl der Rauschgiftdelikte in Flörsheim im vergangenen Jahr deutlich zurück; von 96 im Jahr 2019 auf 72. Immerhin 66 dieser Fälle wurden aufgeklärt. Noch besser war die Aufklärungsquote bei den 64 registrierten Beleidigungen: 62 Mal, also fast immer, wurde der Täter ermittelt.

Zum Glück nicht häufig gab es im vergangenen Jahr laut Polizeistatistik "Straftaten gegen das Leben". Eine Tat wurde aktenkundig und zudem aufgeklärt. Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung gab es, nach 11 im Jahr zuvor in 2020 derer 17. Nur zwei Taten wurden nicht aufgeklärt. Sechs Raube (ein Plus von vier) flossen in die Statistik ein. Vier wurden aufgeklärt. dmk

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