Zum Abschluss der Ferienspiele konnten die Teilnehmer und Betreuer alljährlich immer in einem Schaumteppich auf dem Abenteuerspielplatz "baden".
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Zum Abschluss der Ferienspiele konnten die Teilnehmer und Betreuer alljährlich immer in einem Schaumteppich auf dem Abenteuerspielplatz "baden".

Kinder- und Jugendarbeit

Flörsheim: In diesem Jahr wird es keinenSchaumteppich geben

Wegen der Corona-Krise sind weniger Tage und weniger Gebühren für die 45. Ferienspiele vorgesehen.

Flörsheim -In diesem Jahr musste Slawa Rudek die Flörsheimer Ferienspiele gleich mehrfach planen. Die Mitarbeiterin des Amtes für Familien, Soziales und Wohnen berichtet, dass sie ihre ersten Überlegungen seit März einige Male umgeschmissen hat. Angesichts von Corona war lange unklar, wo und in welcher Form das Unterhaltungsprogramm für Kinder möglich ist. Jetzt steht jedoch fest: Nach der Absage im Vorjahr werden die 45. Ferienspiele in diesem Sommer stattfinden. Ordnungsamt und Kreisgesundheitsamt haben ihre Zustimmung gegeben. Die Anmeldung ist ab heute möglich (siehe dazu die nebenstehende Infobox).

Die Pandemie hat dazu geführt, dass Flörsheims Ferienprogramm unter veränderten Vorzeichen über die Bühne geht. 50 Kinder dürfen ohne feste Gruppen zusammen spielen. Normalerweise lag die Obergrenze für das Ferienspieldorf Hüttenbach bei rund 300 Teilnehmern. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Stadt das diesjährige Angebot auf zwei verkürzte Programme aufgeteilt. Erstmals gibt es zwei einwöchige Ferienspiele für jeweils 50 Kinder. Eine größere Menge sei nicht leistbar gewesen, erklärt dazu Bürgermeister Dr. Bernd Blisch. Er gehe aber auch davon aus, dass die Anfrage etwas geringer ausfalle, weil viele Eltern vorsichtig sind. Die doppelten Ferienspiele laufen vom Montag, 19. Juli, bis Freitag, 23. Juli, sowie von Montag, 26. Juli, bis Freitag, 30. Juli, auf dem Abenteuerspielplatz im Ortsteil Keramag-Falkenberg. Die Teilnahme kostet 65 Euro für das erste Kind sowie 55 Euro für jedes weitere Kind aus derselben Familie. Zum Vergleich: Die Anmeldung zu früheren zweiwöchigen Ferienspielen kostete 135 und 115 Euro.

Auch der Hüttenbau wird bei den diesjährigen Ferienspielen zurückkehren. Zwischen den beiden Programmen sollen die Hütten wieder abgerissen werden, so dass jede Gruppe ihr eigenes Dorf errichten kann. Verzichten müssen die diesjährigen Teilnehmer auf eine Nachtwanderung und den Schaumteppich beim Abschlussfest. Außerdem erläutert Slawa Rudek, dass es keine Museumsbesuche oder Schlossbesichtigungen geben werde. Eine Busfahrt mit 50 Kindern müsse nicht sein, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Hinzu komme, dass einige Museen noch geschlossen seien. "Wir versuchen, alles fußläufig anzubieten", sagt Rudek. Das Programm enthalte zahlreiche Sportangebote, Spiele und Kreativwerkstätten. Ermöglicht wird das vielfältige Angebot durch die Mitwirkung der Flörsheimer Vereine - darunter DJK, Reitsportverein, Freundeskreis Pérols, TV Flörsheim, Schützenverein Edelweiß, Verein für Deutsche Schäferhunde, Fotoclub, Sängerbund und Malteser Hilfsdienst. Unterstützt wird Slawa Rudek von insgesamt zehn Betreuerinnen und Betreuern.

"Gerade die Kinder haben im zurückliegenden Jahr einigen Verzicht leisten müssen, deshalb freut es mich umso mehr, dass die Stadt mit Unterstützung der Vereine ein zwar reduziertes, aber nichtsdestotrotz sehr unterhaltsames Ferienspielprogramm auf die Beine stellen konnte", lobt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch die Verwaltung sowie Vereine.

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