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Auch der Metall-Rabe hat sich angeschaut, was an der Brücke hinter ihm gemacht werden muss.

Brückenbau

Flörsheim: Instandsetzung der Brücke über die B40 ist möglich

  • vonSascha Kröner
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Nun muss geklärt werden, wann wie vor der Rhein-Main Deponie repariert wird

Flörsheim -Viele warten auf die Instandsetzung der Brücke, die vor der Rhein-Main-Deponie über die B 40 führt: Autofahrer, die durch die halbseitig gesperrte Straße unter der Brücke aufgehalten werden. Sportler, die momentan nicht über die Brücke zur Kletterwand am Biomassekraftwerk gelangen. Selbst die Raben-Skulptur am Weg vor dem Übergang scheint neugierig auf den Baufortschritt zu schielen . . .

Die Skulptur des Flörsheimer Künstlers Thomas Reinelt dreht ihren Kopf, als wolle sie nachschauen, wie es um die Brücke hinter ihr steht. Am Wochenende waren dort zwei Kranwagen zu sehen, die das Bauwerk anhoben, während Experten den Zustand des Materials überprüften.

Der erste Eindruck stimmt Deponie-Geschäftsführerin Beate Ibiß positiv. "Es sieht gut aus", sagt die RMD-Chefin. Die Untersuchung, die von Samstagmorgen bis in den späten Nachmittag dauerte, ergab, dass die Brücke repariert werden kann. Die Alternative wäre ein teurer und zeitaufwendiger Neubau gewesen. Versorgungsleitungen für Strom und Wasser, die über die Brücke verlaufen, hätten einen Abriss deutlich erschwert.

Stahlträger muss ausgetauscht werden

Dass sich die Geschäftsführung der Deponie überhaupt mit einer Brücke befassen muss, hat Beate Ibiß einem Unfall im Juni 2019 zu verdanken. Damals fuhr ein Lastwagen mit ausgefahrenem Auflieger aus Richtung Wicker gegen die Brücke. Mit dem Einsatz der Kräne wurde der Übergang am Wochenende wieder in seine ursprüngliche Position gebracht - auch um festzustellen, wie stark sich das Bauwerk verzogen hat. Die Analyse ergab, dass das Grundgerüst durch den Austausch eines Stahlträgers gerettet werden kann.

Trotz der guten Aussichten waren gestern erneut Experten an Ort und Stelle, um die Voraussetzungen für das weitere Vorgehen zu klären. Die Arbeiten vom Wochenende zeigten nämlich bloß, dass eine Instandsetzung überhaupt möglich ist. Die Form der Reparatur wird derzeit geplant. Es handele sich um eine Holzbrücke mit speziellem Leim-Verfahren, erläutert Beate Ibiß. Nun sei die Frage, ob der Aufbau künftig wieder genauso verleimt werden muss und ob diese Arbeiten auch bei Frost durchgeführt werden können.

Auch ist noch nicht geklärt, wann alles geschehen wird. Die Rhein-Main Deponie GmbH habe das zweite Dezemberwochenende für eine weitere vollständige Sperrung angemeldet. In dem Zeitraum von Freitag, 11. Dezember, bis Sonntag, 13. Dezember, könnte die Brücke vollständig wiederhergestellt werden. Beate Ibiß räumt ein, dass sich die Reparatur verzögern könnte, falls bis dahin nicht alle Details feststehen.

Die Fertigstellung hänge von Lieferzeiten und von Vorgaben der Behörden ab. Sollte sich die Situation schwierig gestalten, könne es sein, dass die Brücke erst im Januar wieder in neuem Glanz erstrahlt.

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