Die Kläranlage im Ortsteil Keramag-Falkenberg wird umfangreich erweitert. archivFOTO: nietner
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Die Kläranlage im Ortsteil Keramag-Falkenberg wird umfangreich erweitert. archivFOTO: nietner

Stadtentwicklung

Flörsheim: Kläranlage wird ausgebaut

Arbeiten zur Erweiterung der Anlage sorgen im nächsten Jahr für mehr Lkw-Verkehr in einem Ortsteil.

Keramag-Falkenberg -Die Bestimmungen zum Betrieb von Kläranlagen werden fortlaufend den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Abwasser-Behandlung angepasst. In regelmäßigen Abständen werden die Anforderungen zur Reinigung der Abwassers erhöht. Dabei spielen vor allem die Vorgaben der Europäischen Union (EU) eine Rolle. Die zunehmende Belastung der Abwässer, beispielsweise mit den Rückständen von Medikamenten oder Gülle-Flüssigkeiten, nimmt zu und damit auch die Arbeiten zur Klärung des Wassers für die Abwasserwirtschaft. Um die Kläranlagen auf den neuesten technischen Stand zu bringen, sind nicht nur Baumaßnahmen erforderlich, sondern zudem eine Bestandsaufnahme der bisherigen Klär-Leistung sowie umfangreiche Planungsarbeiten. Denn schließlich soll der Umbau für einige Jahre vorhalten.

Nachdem alle vorbereitenden Arbeiten auf dem Erweiterungsgelände der im Ortsteil Keramag-Falkenberg gelegenen Kläranlage des Abwasserverbands Flörsheim abgeschlossen sind, haben die Arbeiten des ersten Bauabschnitts zur Erweiterung der Anlage begonnen. Zunächst werden Bohrungen für die Bohrpfahlwände vorgenommen, die für die Herstellung der Baugruben erforderlich sind.

Im ersten Bauabschnitt werden zwei sogenannte Belebungsbecken mit insgesamt 8000 Kubikmetern Fassungsvermögen gebaut. Außerdem wird das Blockheizkraftwerk erneuert und eine neue Vorklärungsanlage errichtet. Die Auftragsvergabe für die verfahrenstechnische Ausrüstung sowie der elektrischen Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik erfolgt im nächsten Jahr. Die eigentlichen Erdarbeiten für den Aushub der künftigen Becken beginnen im Frühjahr 2022, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung mit. Wegen des Abtransports des Erdaushubs über die Böttgerstraße und Falkenbergstraße werde es in diesen Straßen einen erhöhten Lastwagen-Verkehr geben. Dies führe laut einer Untersuchung jedoch nicht dazu, dass die Immissionsgrenzwerte überschritten werden, erklärte die Stadtverwaltung. Um die zu erwartenden Geräuschemissionen auf der Baustelle zu verringern, werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, wie zum Beispiel schallabsorbierende Bauzäune oder der Einsatz von lärmarmen Baumaschinen.

Trotz aller geplanten Maßnahmen sei es nach dem gegenwärtigen Stand der Technik nicht möglich, eine komplette Lärmreduktion zu erreichen. "Ich bitte die unmittelbar betroffenen Anwohner schon jetzt um Verständnis", erklärte deshalb der Vorsteher des Abwasserverbands, Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU). red/meh

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