In den Kolonnaden befindet sich ein Rewe-Markt (rechter Bildrand), der demnächst modernisiert wird.	Archiv-FOTO: Nie
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In den Kolonnaden befindet sich ein Rewe-Markt (rechter Bildrand), der demnächst modernisiert wird. Archiv-FOTO: Nie

Handel

Flörsheim: Kolonnaden lassen sich nicht ausbremsen

Der Rewe-Markt im Einkaufszentrum Flörsheim Kolonnaden wird modernisiert und bekommt unter anderem einen Sushi-Verkauf. Im Gespräch ist zudem eine neue Buchhandlung.

Flörsheim -Die Corona-Krise ist keine einfache Zeit für Gewerbetreibende. Geschäfte und Gaststätten blieben über mehrere Wochen geschlossen, seit der Wiedereröffnung müssen die Betriebe mit Einschränkungen zurecht kommen. Wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt, ist offen. Vor diesem unsicheren Hintergrund hat Goriana Kaltcheva die Flörsheim Kolonnaden als Center-Managerin übernommen. Sie löste Sandra Westermann bereits Mitte Juli bei der HIH Centermanagement GmbH ab. Die neue Verwalterin sieht die momentane Entwicklung des Flörsheimer Einkaufszentrums - trotz Corona - positiv.

"Wir haben großes Glück, dass die erste Welle vorbei ist", sagt Goriana Kaltcheva. Im März und April habe die Kundenfrequenz stärker unter der Pandemie gelitten. Mittlerweile seien die Auswirkungen der Krise auf den Einzelhandel kaum noch zu merken. Die Verwalterin hat allerdings den Eindruck, dass große Nahversorgungscenter der schwierigen Herausforderung robuster standgehalten haben als andere Läden. "Lebensmittel und alltäglicher Bedarf laufen immer", erklärt Goriana Kaltcheva. Derzeit sei der Zuspruch fast schon wieder auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Deshalb denkt die Center-Managerin darüber nach, bestehende Einschränkungen in den Kolonnaden aufzuheben. Momentan schließen die Geschäfte früher als gewöhnlich. Das Flörsheimer Einkaufszentrum ist nur von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kaltcheva kann sich vorstellen, die Öffnungszeiten bald wieder zu erweitern.

Die entschlossene Center-Managerin ist nicht nur in Flörsheim tätig. Neben den Kolonnaden betreut sie ein weiteres Einkaufszentrum in Freiburg. Vor ihrer aktuellen Tätigkeit sammelte Goriana Kaltcheva Erfahrung mit der Verwaltung zweier Center in Nürnberg und München.

Schon kurz nach dem Einstieg der neuen Managerin stehen zwei Veränderungen an: Die Buchhandlung in der Passage der Kolonnaden ist sei einigen Wochen geschlossen. Mit den Betreibern sei eine Aufhebungsvereinbarung getroffen worden, sagt Goriana Kaltcheva. Sie hofft, dass der Leerstand nicht lange anhalten wird. Derzeit gebe es bereits vielversprechende Gespräche mit Interessenten - möglicherweise komme eine neue Buchhandlung, deutet die Center-Managerin an.

Sicher ist derweil die bevorstehende Modernisierung des Rewe-Marktes. Die große Discounter-Kette baut ihre Fläche in den Flörsheim Kolonnaden ab dem 17. Oktober um. Rund dreieinhalb Wochen soll der Markt geschlossen bleiben. Nach der Neugestaltung werde es unter anderem eine größere Pflanzen-Abteilung sowie einen Sushi-Verkauf bei Rewe geben, berichtet Kaltcheva. Die Wiedereröffnung sei für den 12. November geplant.

Deko, aber keine Mitmachaktionen

Die Kolonnaden wollen sich also trotz Corona nicht ausbremsen lassen. Andere Anpassungen, die für die Kundschaft sichtbar sind, sollen folgen. Dabei geht es jedoch eher um die optische Attraktivität der Kolonnaden. So plant die Center-Managerin etwa, die gelbe Decke in der Passage neu streichen zu lassen. Außerdem möchte Goriana Kaltcheva eine Sitzfläche am Parkplatz neu begrünen lassen. "Jeder Center-Manager möchte seine eigene Handschrift einbringen", sagt die Leiterin des Standortes. Aufgrund von Corona kann sie jedoch nicht alle Projekte umsetzen, mit denen sie gerne Kunden in die Kolonnaden locken würde. In Nürnberg sei eine Aktion erfolgreich gewesen, bei der Kinder ihre eigene Schokolade herstellten, sagt Goriana Kaltcheva. Solche Aktivitäten in Corona-Zeiten in Einkaufszentren durchzuführen, sei jedoch eine große Herausforderung.

In Flörsheim solle es in den kommenden Wochen zumindest Weihnachtsdekoration und Foto-Stationen geben. Ab nächstem Jahr wolle sie dann wieder größere Aktionen umsetzen, kündigt die Center-Managerin an. sas

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