Bennet Messer und Elias Burchartz sind außergewöhnliche gute Mathematik-Schüler. Sie waren bei einem Landeswettbewerb erfolgreich.
+
Bennet Messer und Elias Burchartz sind außergewöhnliche gute Mathematik-Schüler. Sie waren bei einem Landeswettbewerb erfolgreich.

Bildung

Flörsheim: Matheaufgaben haben Bennet und Elias schon immer Spaß gemacht

Zwei Graf-Stauffenberg-Schüler qualifizierten sich für die Mathe-Olympiade auf Landesebene und schnitten im Finale hervorragend ab.

Flörsheim -Die Olympischen Sommerspiele 2020 wurden aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Trotzdem startete im vergangenen Jahr eine Olympiade - und Flörsheimer Schüler waren ganz vorne mit dabei. Zwei Fünftklässler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums schafften es über mehrere Runden bis zur Hessischen Landesebene der Matheolympiade. Bennet Messer erreichte den 13. Platz, sein Mitschüler Elias Burchartz holte auf Platz zwei sogar die Silbermedaille.

Das große Talent für Logik und Zahlen zeichnete sich früh ab: Schon in der Grundschule sei er schneller mit den Matheaufgaben fertig gewesen als andere, erzählt Elias Burchartz. "Ich hab dann noch Aufgaben für mich selbst gemacht", so der Elfjährige. Auch der gleichaltrige Bennet Messer hat die Freude an Mathematik nicht erst am Gymnasium entdeckt. "Mir hat Mathe schon immer Spaß gemacht", berichtet der Junge. Am besten finde er Sachaufgaben, bei denen man "knobeln" muss, um auf das Ergebnis zu kommen. Die Schüler lernten zusammen mit ihrer Lehrerin Carina Schneider für die besondere Herausforderung. Die Pädagogin ist Fachsprecherin für Mathematik am Flörsheimer Gymnasium. Zur Vorbereitung hätten sie sich unter anderem Aufgaben der früheren Wettbewerbe durchgelesen, erklären Bennet Messer und Elias Burchartz. Im September wurde es dann erstmals ernst für die Stauffenberg-Schüler: Die erste Runde der Olympiade wurde als mehrwöchiger Hausaufgabenwettbewerb ausgetragen. In dieser Phase habe ihm seine Mutter noch geholfen, erzählt Bennet Messer, der die Aufgaben der ersten Runde am schwierigsten fand. 20 Flörsheimer Schüler qualifizierten sich für die zweite Runde, die am 23. November als vierstündiger Wettbewerb abgehalten wurde. Schon diese Leistung wurde am Graf-Stauffenberg-Gymnasium mit Urkunden gewürdigt. In die Landesrunde der besten 20 Schüler aus Hessen schafften es schließlich nur Elias und Bennet. Am 26. Februar ließen sie ihre Köpfe zum letzten Mal rauchen und schlossen den Wettbewerb auf den "Plätzen zwei und 13 ab. Sie sei unfassbar stolz", betont Carina Schneider.

Die Herausforderungen während der Olympiade hätten mit den normalen Aufgaben in den Schulbüchern nichts zu tun, sagt die Mathelehrerin. Sie zeigt sich beeindruckt, dass Elias Burchartz eine Aufgabe durch eine lineare Gleichung mit drei Variablen gelöst habe. "Das ist Stoff der neunten Klasse", so die Pädagogin. Der Elfjährige findet seinen Lösungsweg gar nicht ungewöhnlich: "Ich kannte das schon und wollte es einfach mal ausprobieren", erklärt Elias, der im Vorfeld unter anderem mit seinem Bruder und seinem Vater übte.

Bennet Messer erzählt, dass er die Tests nicht besonders schwierig fand. Das Schwerste seien für ihn die Begründungen gewesen. Die Teilnehmer mussten nämlich alle ihre Lösungswege schriftlich rechtfertigen. Man müsse sich die Aufgaben gut durchlesen, verrät Elias Burchartz einen Schritt auf dem Weg zum Erfolg. Auch er hatte mit den Begründungen der Lösung zu kämpfen - jedoch vor allem, weil ihn die Schreibarbeit anstrengte. "Irgendwann machen das die Finger nicht mehr mit", klagt der Fünftklässler.

Beide Mathe-Asse können sich vorstellen, auch in Zukunft wieder zur Olympiade anzutreten. Ihr Erfolg muss dabei künftig nicht auf der Landesebene enden. Ab der Jahrgangsstufe 8 gibt es nämlich noch einen bundesweiten Wettbewerb. "Wenn es mir noch Spaß macht, mache ich weiter", sagt Bennet Messer. Auch Elias Burchartz ist motiviert. "Ich habe nur Angst, dass es dann wieder so schlimm wird mit meiner Hand", erklärt der Elfjährige. Vielleicht wird etwas Schreibtraining bis zur nächsten Teilnahme helfen. sas

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare