1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Flörsheim

Flörsheim: Mehr Aufwertung für das Tor zum Rheingau gewünscht

Erstellt:

Kommentare

Das Tor zum Rheingau im Wickerer Ortskern ist in die Jahre gekommen. Nun soll es behutsam neu gestaltet werden. ArchivFOTO: nietner
Das Tor zum Rheingau im Wickerer Ortskern ist in die Jahre gekommen. Nun soll es behutsam neu gestaltet werden. Archiv © Hans Nietner

Winzer haben eine Liste mit Vorschlägen für eine Erneuerung erarbeitet.

Wicker -Der Platz mit dem Namen „Tor zum Rheingau“ ist mehr als ein Weinprobierstand, an dem Besucher Rebsäfte verkosten können. Die Fläche zwischen Vorder- und Taunusstraße dient als Aushängeschild des Weinortes Wicker und seiner Winzer. Zum 50-jährigen Bestehen des Winzervereins im nächsten Jahr soll das Areal in neuem Glanz erstrahlen. Die Weinbauern haben eine Liste mit Wünschen bei der Stadt abgegeben, von denen einige bereits umgesetzt wurden. Bei anderen verwies Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) im Ortsbeirat auf die Prüfung der Kosten.

Fest steht, dass die Konkurrenz nicht schläft. Als „Tor zum Rheingau“ steht Wicker im Wettbewerb mit anderen Weinbaukommunen entlang des Rheins. Selbst im Flörsheimer Stadtgebiet gibt es mittlerweile Weinstände sowohl in Flörsheim, als auch in Weilbach. Deshalb hält auch die Wickerer Ortsvorsteherin Luana Schnabel (CDU) eine zeitgemäße Erneuerung des „Tors zum Rheingau“ für angebracht. „Mit einem neuen Anstrich und schönem Licht ist es für mich nicht getan“, sagt die Wickerin, deren Familie ebenfalls Wein anbaut. Wenn die Stadt die Ausstattung rund um den Weinprobierstand anpacke, dann müsse man auch Geld in die Hand nehmen, findet die Ortsvorsteherin.

Dem Ortsbeirat wurde berichtet, dass bereits einige kleine Investitionen umgesetzt wurden. So sei etwa die wuchernde Bepflanzung zurückgeschnitten worden. In den Toiletten der städtischen Anlage ließ die Verwaltung unter anderem Klobürsten erneuern. An der Ecke neben der Taunussparkasse sollen neue Sitzgelegenheiten entstehen. In diesem Bereich hat die Stadt einen Zaun in Richtung Straße aufgestellt, der allerdings nachgebessert werden muss, weil er zu spitz ist. Außerdem wurde in der hinteren Ecke des Platzes ein Tor vor dem Treppenabgang zu einem Lagerraum angebracht. Diese Ecke missbrauchten Betrunkene in der Vergangenheit als Toilette.

Weiter Maßnahmen folgen im kommenden Jahr. Bis zum Weinfest Anfang August soll die Fassade des Weinprobierstandes einen neuen Anstrich erhalten. Darüber hinaus wird die Bepflanzung rund um den Platz erneuert und ein komplett überarbeitetes Beleuchtungskonzept erstellt.

Damit enden die Wünsche der Wickerer Winzer aber nicht. Vereinsvorsitzende Juliana Venino wies darauf hin, dass die derzeitige Herrentoilette „etwas Historisches“ habe und eine grundlegende Überarbeitung willkommen wäre. Auch über eine verbesserte Ausstattung der eigentlichen Weintheke würde sich die Winzerin freuen. Ortsvorsteherin Luana Schnabel machte deutlich, dass der Flörsheimer Weinprobierstand einen Kühlraum habe. In Wicker müsse man immer noch mit Kühlschränken auskommen. Als mögliche Lösung biete sich an, die Herren- und die Damentoilette mit jeweils einer behindertengerechten Kabine auszustatten. Dann könne man die momentan separate Behindertentoilette in einen Kühlraum umwandeln. Ob die Stadt diese Wünsche erfüllen kann, bleibt abzuwarten. Die Erste Stadträtin Mohr will weitere Gespräche mit den Winzern führen. sas

Auch interessant

Kommentare