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Flörsheim: Mit festlicher Garderobe zur Abschlussfeier

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103 Realschüler und 25 Hauptschüler der Sophie-Scholl-Schule feierten in und vor der Stadthalle das Ende ihrer erfolgreichen Schulzeit. FOTO: kröner
103 Realschüler und 25 Hauptschüler der Sophie-Scholl-Schule feierten in und vor der Stadthalle das Ende ihrer erfolgreichen Schulzeit. FOTO: kröner © Kröner, Sascha

Alle Absolventen der Sophie-Scholl-Schule bekamen weiße Rosen überreicht.

Flörsheim -Für die erfolgreichen Absolventen der Sophie-Scholl-Schule war die Zeugnisübergabe in der Stadthalle ein wichtiger Schritt in Richtung Erwachsenenleben. Schon rein optisch hoben sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag deutlich von ihrer bisherigen Schullaufbahn ab. Im Unterricht saß der eine oder andere, nach Angaben der Lehrer, auch gerne mal in der Trainingshose auf dem Stuhl. Am Tag der Abschlussfeier war vom lässigen Jogginganzug keine Spur mehr zu sehen. Kleider, Röcke, Hemden und Anzüge bestimmten das Bild der 128 Schulabgänger.

Schulleiter Reik Helbig war voller Lob für die festliche Garderobe der Abschlussklassen. Der Pädagoge wünschte sich aber nicht bloß, dass die jungen Erwachsenen die Jogginganzüge ablegen. "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den ihr um euer Herz gelegt", zitierte Helbig in seiner Ansprache die Namensgeberin Sophie Scholl, deren Kampf gegen den Nationalsozialismus während der Veranstaltung präsent blieb. Allen Schülern wurde zu ihrem Zeugnis eine weiße Rose überreicht - im Gedenken an die Bewegung der Geschwister Scholl. Bürgermeister Bernd Blisch (CDU) wünschte den Schülerinnen und Schülern, etwas vom Geiste der Widerstandskämpferin in ihr weiteres Leben mitzunehmen. Der Verwaltungschef warb dafür, dass sich die jungen Leute in der Flörsheimer Stadtgesellschaft beteiligen.

Schulleiter Helbig erinnerte daran, dass die diesjährigen Schulabgänger viel schulisches Leben aufgrund der Corona-Pandemie verpasst haben. Wandertage, Klassenfahrten und Schwimmbad-Besuche hätten gefehlt.

Corona sei für alle eine immense Belastung gewesen, sagte Konrektorin Sabine Rudel auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Vorbereitung auf das Berufsleben sei schwierig gewesen, weil es nur wenige Praktikumsplätze bei Unternehmen gab. Die Sophie-Scholl-Schule habe als einzige Schule in der Umgebung ein Bewerbungstraining angeboten. "Wir haben für die Berufsorientierung gekämpft", erklärte Sabine Rudel. Das Ergebnis: In diesem Jahr bot die Schule erstmals seit der Corona-Pause wieder eine Berufsorientierungsmesse an.

Die Klassenlehrer überreichten 103 Realschulabschluss-Zeugnisse, davon 79 mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. 58 Schüler haben sich entschlossen, ihre schulischen Weg in der Oberstufe oder einer Fachoberschule fortzusetzen. 34 Realschüler wollen eine Ausbildung machen, vier widmen sich einem freiwilligen sozialen Jahr. Die Klassenbesten der vier Realschulklassen sind Viktoria Hauert (Notendurchschnitt 1,4), Alenzio Depalma (1,5), Oliver Stratmann (1,6) und Julian Deul (1,8).

25 erfolgreiche Schulabgänger hielten ihren Hauptschulzeugnis in Händen. Darunter waren 17 qualifizierende Hauptschulabschlüsse, die den Zugang zu weiterer Bildung ermöglichen. Sieben der Schüler beginnen eine Ausbildung, einer orientiert sich im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahrs weiter. Als Klassenbeste der beiden Hauptschulklassen verlassen Himaya Da Silva (1,2) und Rafael Correia Roupa (1,6) die Sophie-Scholl-Schule. sas

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