Auf dieser Fläche am Schützenhaus soll ein Treffpunkt für Jugendliche samt Mountainbikestrecke entstehen.
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Auf dieser Fläche am Schützenhaus soll ein Treffpunkt für Jugendliche samt Mountainbikestrecke entstehen.

Ortsbeirat

Flörsheim: Mountainbike-Strecke am alten Schützenhaus

Die Verwaltung soll nun noch einen Bolzplatz-Standort vorschlagen.

Weilbach -Dass es in Weilbach zusätzlichen Bedarf für Fußballflächen gibt, war während der vergangenen Monate offenkundig geworden. Der Fußballclub (FC) Germania Weilbach musste diese Nachfrage schmerzlich feststellen, als Unbefugte während des Corona-Lockdowns auf das gesperrte Vereinsgelände eindrangen, um dort zu kicken. Die unerwünschten Besucher hinterließen Schäden auf dem Spielfeld und an den Zäunen. Nun befasste sich der Weilbacher Ortsbeirat in seiner konstituierenden Sitzung mit der Frage, ob Tore auf einer zum FC angrenzenden Wiese aufgestellt werden können. Auch eine andere Grünfläche kam als Treffpunkt für Jugendliche ins Gespräch.

FDP-Mann Thorsten Press beantragte, dass der Magistrat Gespräche mit der Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft Weilbach (GRKW) aufnehmen solle. Das Ziel: Die die Errichtung eines Bolzplatzes auf einer GRKW-Wiese hinter dem Germania-Sportplatz. Diese wäre aus Sicht von Thorsten Press auch eine zusätzliche Aufwertung des Regionalpark-Portals.

Zudem: Während der Corona-Pandemie seien Jugendliche mit dem Wunsch nach einem Fußballfeld auf die FDP zugekommen. Der Antragsteller verwies auch auf das Problem des illegalen Fußballspiels auf dem Vereinsgelände. Sozialdemokrat Wilfried Theiß bezweifelte, dass sich ein Bolzplatz auf der vorgeschlagenen Wiese umsetzen lasse, weil die GRKW dort einen Bestand von Heidekräutern erhalte. Der SPD-Mann gab jedoch zu bedenken, dass es noch andere Flächen in den Kiesgruben gebe - beispielsweise das Areal, auf dem der Mitttelalter-Markt zum 900-jährigen Bestehen des Ortes im Jahr 2012 stattfand. Alois Mhlanga von den Freien Bürgern (dfb) fand es nachvollziehbar, dass der FC Germania mit den unerwünschten Gästen Probleme hat. Das vorgeschlagene Areal in den Kiesgruben war ihm jedoch zu weit vom Ortskern entfernt. Er könne sich eher ein Gelände im Umkreis der TG Turnhalle an der Raunheimer Straße vorstellen. Lena Werner (CDU) brachte eine weitere Fläche ins Spiel: Die Christdemokratin schlug vor, die Grünfläche neben dem alten Weilbacher Schützenhaus am Ortseingang aus Richtung Wicker einzubeziehen.

Wie sich herausstellte, hat die Verwaltung die von Bäumen eingerahmte Wiese am Schützenhaus schon im Blick. Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) erläuterte, dass die Stadt auf dieser Fläche einen Treffpunkt für Jugendliche einrichten werde. Neben einem überdachten Bereich solle eine hügelige Mountainbike-Strecke entstehen. Der Magistrat hatte im Vorjahr einen BMX- und Mountainbikekurs gesperrt, den Nutzer unterhalb der Flörsheimer Warte auf eigene Faust angelegt hatten. Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass auch ein Gelände für einen Bolzplatz gefunden werde. "Es gibt ja mehr als nur eine Fläche", so der Rathauschef. Er gab jedoch auch zu Bedenken, dass dies allein keinen Schutz vor Vandalen biete. In Flörsheim sei das Fußballgelände der DJK beschädigt worden, obwohl sich in unmittelbarer Nähe ein Bolzplatz am Mainufer befinde. Der FDP-Antrag zur Suche nach einem geeigneten Areal wurde einstimmig angenommen.

In ihrer ersten Sitzung der Legislaturperiode wählten die Ortsbeiratsmitglieder Thomas Schmidt (CDU) erneut zu ihrem Vorsitzenden. Der Ortsvorsteher, der das Amt bereits seit 2013 ausübt, bezeichnete den Ortsbeirat als "das privilegierteste Gremium auf kommunaler Ebene". Es biete vielen Menschen die Möglichkeit, Politik aus erster Hand zu erleben. "In einer zunehmend komplexer werdenen Welt muss es unser Ziel sein, dass Begegnungen von Bürgerinnen und Bürgern mit der kommunalen Selbstverwaltung nicht zu Enttäuschung und Abwendung führen", sagte Thomas Schmidt. sas

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