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Flörsheim: Neue Pläne fürs Leben am Fluss

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An diesen drei rot markierten Stellen führen die von den Planern vorgeschlagenen Wegachsen von der Altstadt zu dem Gewässer. FOTOs: Büro bhm
An diesen drei rot markierten Stellen führen die von den Planern vorgeschlagenen Wegachsen von der Altstadt zu dem Gewässer. © Büro bmh

Landschaftsarchitekten lstellen Entwurf zur Ufer-Gestaltung vor - Kostenpunkt: 3,7 Millionen Euro.

Flörsheim -Grün, wassernah und deutlich gegliedert - so lässt sich der Entwurf für das Mainufer zusammenfassen, den die Landschaftsarchitekten vom Büro bhm im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss vorstellten. Schon seit Jahren beschäftigt die Erneuerung der Flächen zwischen Konrad-Adenauer-Ufer und dem Fluss die Kommunalpolitiker. Defekte Lampen und Risse im Bodenbelag sorgen dafür, dass die Uferpromenade derzeit nicht gerade ansehnlich ist. Das Konzept für die Umgestaltung geht jedoch über eine bloße Behebung solcher Mängel hinaus. Der betroffene Bereich umfasst eine Fläche von rund 1,3 Hektar und erstreckt sich von der Straße "Am Strohpförtchen" bis zum Bootshaus. Die Anpassungen, die die Landschaftsarchitekten Christian Wild und Stefanie Moll im Ausschuss präsentierten, würden nach derzeitigen Schätzungen 3,7 Millionen Euro kosten.

Ganz allgemein beinhaltet ihr Entwurf die Vorschläge, den Uferweg mit einem Grünstreifen deutlicher vom angrenzenden Parkplatz zu trennen, die Parkplätze sichtbar zu markieren, und mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen. Hauptelement der Neugestaltung sind jedoch drei Plätze, die sich aus der Altstadt kommend über das Konrad-Adenauer-Ufer bis an den Main ziehen und damit gewissermaßen Stadt und Fluss verbinden. Das südliche Ende jedes dieser Plätze soll einen Bezug zum Wasser schaffen und "den Main erlebbar" machen.

Der zentrale Platz erstreckt sich auf Höhe der Pfarrer-Münch-Straße rund um den Berliner Brunnen. Für den Uferbereich haben die Planer vorgesehen, dass eine Treppe in eine Flachwasserzone mit Trittsteinen führt. Die Stufen sollen gleichzeitig als Sitzgelegenheit dienen.

Als weitere Sitzmöglichkeiten sind Holzbänke in Form von Booten geplant - sogenannte "Sitzkähne". Im Westen des zentralen Platzes soll die Stele zur Erinnerung an den Verlobten Tag in die neue Ufermauer integriert werden. Für die östliche Böschung neben dem Flachwasserbereich schlagen die Landschaftsarchitekten eine naturnahe Gestaltung vor.

Die weiteren Plätze erstrecken sich auf Höhe der Straße "Am Stohpförtchen" und auf Höhe der Obermainstraße. Beide Flächen sollen mit einer von einem Geländer eingerahmten Aussichtsplattform enden, die teilweise über den Fluss ragt. An stark frequentierten Tagen soll über diese beiden Plätze die Zufahrt zu den Parkflächen zwischen Uferpromenade und Konrad-Adenauer-Ufer erfolgen. Der Entwurf sieht vor, dass insgesamt bis zu 180 Parkplätze zur Verfügung stehen. Momentan bietet die Fläche rund 200 Parkplätze. Aufgrund der fehlenden Markierungen ist es jedoch immer möglich, dass Plätze verloren gehen, wenn Autofahrer ihre Wagen ungünstig abstellen. Schließlich haben die Planer auch noch die Flächen vor dem Bootshaus berücksichtigt. Unter anderem ist vorgesehen, einen Sitzplatz im Bereich der kleinen Mauer vor dem Vereinsheim zu schaffen. Darüber hinaus soll die in die Jahre gekommene Einlassstelle für Boote erneuert werden. Der Mainufer-Radweg soll aus Westen kommend weiter auf das Konrad-Adenauer-Ufer umgeleitet werden. Dort sehen die Planer die Notwendigkeit für einen Fahrradstreifen entlang der Straße.

Wenn alle Genehmigungen eingeholt sind, könnte die Baumaßnahme voraussichtlich im Juni 2023 starten. Bis Mai 2024 wäre das neue Mainufer dann umgesetzt. sas

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