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Bei der Bürgermeisterwahl 2018 waren sie noch Konkurrenten, jetzt sind sie in einer Partei: Markus Ochs (li.) und Michael Antenbrink.

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Flörsheim: Ochs ja, Antenbrink nein

Die SPD präsentiert ihre Kommunalwahlliste - Fraktionschefin Marion Eisenmann-Kohl kandidiert nicht mehr.

Flörsheim -Die Zahl Drei spielt bei den Flörsheimer Sozialdemokraten eine große Rolle, wenn es um die Liste für die Kommunalwahl im März 2021 geht. Denn es gibt drei faustdicke Überraschungen sowie ein Trio, dass die Liste anführt. "Es ist für uns eine Zäsur, ja. Auf den vorderen Plätzen der Liste sind junge Leute zu finden", beantwortete der Flörsheimer SPD-Vorsitzende Gerd Mehler eine entsprechende Frage nach den "verjüngten" Spitzenplätzen auf der Liste. Auf den drei ersten Positionen der Stadtverordnetenliste stehen Melanie Ernst (Platz 1), Philipp Moritz (Platz 2) und Katharina Adam (Platz 3). "Dieses Team wird den Kommunalwahlkampf und die zukünftige SPD-Kommunalpolitik gemeinsam gestalten", erklärte SPD-Vorsitzender Gerd Mehler. Ist die Platzierung des jungen Trios ein logischer Schritt, um den Generationswechsel bei den Flörsheimer Sozialdemokraten herbeizuführen, so gibt es in diesem Zusammenhang drei Überraschungen zu vermelden. Zum einen tritt die bisherige SPD-Fraktionschefin Marion Eisenmann-Kohl nicht mehr an. Für die SPD will sich sie sich aber weiterhin engagieren. Die Juristin ist zudem noch stellvertretende SPD-Ortsverbandsvorsitzende. Auf der Mitgliederversammlung gab Eisenmann-Kohl berufliche und private Gründe für ihren Rückzug an. "Sie hat auch erklärt, dass sie die immer wieder aus den Reihen des Dreierbündnisses vorgetragenen persönlichen Angriffe manchmal betroffen gemacht haben. Sie wird sich aber weiter in der Flörsheimer SPD und auch in deren Gremien engagieren. Wir danken Marion sehr für ihre bisherige und zukünftige Arbeit im Sinne unserer Partei", lobte Gerd Mehler in einer Pressemitteilung die scheidende Fraktionsvorsitzende.

Zum anderen wird mit dem früheren hauptamtlichen Ersten Stadtrat Markus Ochs ein ehemaliger CDU-Mann nun auf Platz 10 geführt. Ochs, der vor seiner Amtszeit in Flörsheim in Bad Soden CDU-Fraktionschef gewesen war, hatte sich nach Querelen mit einigen Flörsheimer CDU-Mandatsträgern bei der Kommunalwahl 2016 auf die CDU-Liste der Hattersheimer Christdemokraten für den Kreistag setzen lassen. Vor einigen Monaten hatte sich Markus Ochs dann der SPD angeschlossen und war als Parteimitglied aufgenommen worden. Innerhalb der SPD sei ja damals über den Wechsel von Markus Ochs diskutiert worden, ebenso wie später über dessen Platzierung auf der Kommunalwahlliste, erläuterte Mehler. Schließlich habe Ochs, mit dem es eine sehr gute konstruktive Zusammenarbeit gebe, einen guten Eindruck bei den Mitgliedern hinterlassen, sagte Gerd Mehler.

Die dritte überraschende Nachricht betrifft Ex-Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Der 65-Jährige hatte noch vor ein paar Wochen sein "Interesse an einer Kandidatur" für die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung bekundet. In der Zwischenzeit gab es wohl ein Umdenken. Denn auf der von der SPD-Wahlkommission erstellten Liste steht Antenbrink nicht. Der SPD-Bezirksvorsitzende für den Main-Taunus-Kreis ist weiter auf Kreisebene für die Genossen aktiv.

Zurück zur Liste der Sozialdemokraten. Nach dem Trio Melanie Ernst, Philipp Moritz und Katharina Adam stehen als nächste Kandidaten Hasan Aggül, Uwe Dicks und Nadine Kirchheim auf der Wahlliste. Die Liste für den Ortsbeirat Stadtmitte wird von Ortsvorsteher Uwe Dicks angeführt. Ihm folgen Carolin Moritz, Klaus Wagner und Klaus Dörrhöfer.

Gleich vier neue Kandidaten stehen an der Spitze für den Ortsbeirat Weilbach, nämlich Wilfried Theiß, Christian Quaritsch, Dominique Denter-Erlenbach und Jan Griebel.

An erster Stelle der Wickerer Liste kandidiert Katharina Adam. Ihr folgen Grit Schneider, Heinz-Gerhard Adam und Christian Hohlfeld. Für den Ortsbeirat Keramag-Falkenberg treten wie bisher Ali Dogan, Karlheinz Landwehr und Astrid Gees an.

Mit der Listenaufstellung ist die Vorbereitung auf die Kommunalwahl für die SPD aber noch nicht beendet. Denn nun würden das Wahlprogramm und das Wahlkampfkonzept erarbeitet, berichtete Gerd Mehler. Schon alleine wegen der Corona-Bedingungen werde es ein "außergewöhnlicher und schwieriger Wahlkampf mit vielen Unwägbarkeiten. Wir werden unser Bestes geben", versicherte der SPD-Vorsitzende. Die Wahlliste sei dafür eine "sehr gute Grundlage". Über den Ausgang der Wahl lasse sich - vor allem wegen der Corina-Pandemie - nur sehr schwer spekulieren, meinte Gerd Mehler. meh

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