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Flörsheim: Ordnungsamt erhält Hausrecht

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Sicherheitspartner (v. li.): Schutzmann Florian Meerheim, Sabine Bornberg (Polizeistation Flörsheim), Leif Niklas Wulf (DB), Bürgermeister Bernd Blisch, Simon Rahner und Benjamin Tonke (Ordnungsamt). FOTO: stadt flörsheim
Sicherheitspartner (v. li.): Schutzmann Florian Meerheim, Sabine Bornberg (Polizeistation Flörsheim), Leif Niklas Wulf (DB), Bürgermeister Bernd Blisch, Simon Rahner und Benjamin Tonke (Ordnungsamt). FOTO: stadt flörsheim © Stadt Flörsheim

Der Bahnhof und das Umfeld sollen durch eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn sicherer werden - jedenfalls theoretisch.

Flörsheim -Wer bereits etwas in der Welt herumgekommen ist, weiß, dass Bahnhöfe in vielen Ländern als unsichere Orte gelten. Taschendiebe, Randalierer, Betrunkene und gewaltbereite Gruppen zeigen selbst in den Bahnhöfen von kleineren Städten, dass selbst dort die Welt nicht völlig in Ordnung und nur friedlich ist. So gibt es in den südeuropäischen Ländern an vielen Bahnstationen extra einen Polizeiposten. Somit soll die soziale Kontrolle auf und rund um das Bahnhofsgelände gewahrt werden. Denn immer noch ist eine sichtbare staatliche Ordnungsmacht die beste Prävention an den Stellen, an denen sich viele Menschen täglich begegnen.

Doch was hat das alles mit Flörsheim zu tun? Ganz einfach: Der Bahnhof und sein Umfeld gehören laut einer Umfrage nicht zu den Bereichen in der Mainstadt, die als sichere Zone gelten. Das ist tagsüber so, besonders aber in den Abend- und Nachtstunden. Zwar wird schnell auf das subjektive Empfinden der Menschen verwiesen, wenn es um die Nennung von Defiziten bei den sicheren Bereichen im Stadtgebiet geht. Fakt ist aber: Die Polizei hat sich schon seit Jahren mangels Personal überwiegend aus den regelmäßigen und häufigen Streifengängen zurückgezogen. Und die für Bahnhöfe zuständige Bundespolizei residiert mit ihren Wachen in größeren Bahnhöfen, aber nicht in Mittelstädten. Folglich fehlt eine ständige Kontrolle. Da nutzen beschönigende Reden auch nichts. Dieses Vorgehen kann man aber bei einer "Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft" von Deutscher Bahn (DB), Polizei und Stadt vermuten, die nun vorgestellt wurde. "Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger am Flörsheimer Bahnhof ist das Ziel einer jetzt geschlossenen Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft zwischen der Stadt Flörsheim am Main und der DB Station und Service AG", teilen die Partner mit. "Durch die Partnerschaft im Rahmen der hessischen Sicherheitsinitiative ,Kompass - Kommunal-Programm Sicherheitssiegel' wird dabei die Ordnungspolizei durch die Übertragung des Hausrechtes erstmalig befähigt, auch auf dem Bahnhofsgelände im Bereich der Bahngleise und der Unterführung tätig zu werden", erklären die Protagonisten der neuen Partnerschaft. Weiter heißt es: "Probleme und Schäden im Bereich des Bahnhofes können schnell und unkompliziert an eine 24-Stunden-Hotline gemeldet werden. Ein regelmäßiger Kontakt und Austausch mit direkten Ansprechpartnern bei der DB, der zuständigen Polizeidienststelle und der Bundespolizei stellt dabei sicher, dass die gemeldeten Punkte zeitnah abgearbeitet werden. Auf diese Weise soll ein zielgerichteter abgestimmter Einsatz der jeweiligen Ressourcen zur Verbesserung der Sicherheit und Ordnung erfolgen." Ob der Bahnhof, dessen Unterführung sich immer gammeliger zeigt, nun öfters kontrolliert wird, ist nicht bekannt. meh

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