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Flörsheim: Planung zwischen Vision und Realität

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Johannes Heger, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, hier bei einem Vortrag in Flörsheim, spricht beim "Geschichtstag für Taunus und Main" über die einstigen Verwaltungsreformen. ArchivFOTO: kröner
Johannes Heger, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, hier bei einem Vortrag in Flörsheim, spricht beim "Geschichtstag für Taunus und Main" über die einstigen Verwaltungsreformen. ArchivFOTO: kröner © Kröner

Gebietsreform der siebziger Jahre steht beim "Geschichtstag für Taunus und Main" im Nachbarkreis im Fokus.

Flörsheim/Bad Homburg -Die Region im Taunus und am Main ist eine vielfältige, reiche Geschichtslandschaft. Diese historische Vielfalt liegt begründet in der territorialen Kleinteiligkeit der Region, wie sie sich seit dem Mittelalter herausgebildet hatte und letztlich erst 1945 mit der Gründung des Landes Hessen endgültig beseitigt wurde. In dieser Vielfalt, die den Orten im Taunus und am Main ein hohes Maß an Individualität verleiht, lassen sich zugleich Themen ausmachen, die die Region zu einem zusammengehörigen Geschichtsraum gemacht haben. Diese roten Fäden der Regionalgeschichte wollen die Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises sowie der Historische Verein Rhein-Main-Taunus, beim "Geschichtstag für Taunus und Main" nachspüren. Die Veranstaltung nimmt in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen des Hochtaunuskreises zum Anlass, sich mit der Gebietsreform der siebziger Jahre zu beschäftigen.

Für Samstag, 26. März, sind ab 10.30 Uhr alle Geschichtsinteressierten in das Ludwig-Erhard-Forum des Landratsamtes in Bad Homburg eingeladen. Insgesamt fünf Vorträge befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Gebietsreform, die in den siebzigerer Jahre eines der zentralen landes- und kommunalpolitischen Themen war. Es geht um die politischen Debatten und Entscheidungswege ebenso wie um die konkreten Auswirkungen der Verwaltungsreformen auf die Lebenswelt im Taunus.

Zur Einführung steckt Johannes Heger, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, den Rahmen ab und spricht über Verwaltungsreformen in Hessen im Spannungsfeld von Effizienz und Bürgernähe. Peter Maresch, Kreisarchivar des Hochtaunuskreises, nimmt in seinem Vortrag die konkreten "Baustellen" der Gebietsreform im Taunus in den Blick und stellt Probleme, Strategien und Lösungen vor. Und Dr. Frank Ausbüttel, ehemaliger Schulleiter und langjähriger Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des Hochtaunuskreises, hat sich intensiv mit der Frage der Schulträgerschaft als wichtiger Kreisaufgabe beschäftigt.

Nach einer Mittagspause geht es um Eschborn als Fallbeispiel für Kommunalpolitik der siebziger Jahre: "Stadtplanung zwischen Vision und Realität" lautet der Titel des entsprechenden Referats von Noah Nätscher, der an der Goethe-Universität Frankfurt an einer einschlägigen Dissertation arbeitet. Den Schlusspunkt setzt Gregor Maier, Fachbereichsleiter Kultur des Hochtaunuskreises, der sich unter dem Titel "Wem gehört der Feldberg?" mit Identität und Symbolpolitik auseinandersetzt. Zum Geschichtstag wird außerdem die Ausstellung "50 Jahre Hochtaunuskreis - fotografische Impressionen aus dem Kreisarchiv" eröffnet, die Bilddokumente der siebziger bis neunziger Jahre präsentiert und das gesamte Jahr über im Innenhof des Landratsamtes frei zugänglich ist.

Im Vorjahr konnte der Vorsitzende des Historischen Vereins Rhein-Main-Taunus, der Flörsheimer Bürgermeister Dr. Bernd Blisch, die Gäste in Eppstein begrüßen, wo es um die Eisenbahngeschichte ging, im nächsten Jahr wird es in Hofheim um die römische Geschichte des Gebietes zwischen Main und Taunus gehen.

Der Teilnehmerbeitrag für die Veranstaltung in Bad Homburg beläuft sich auf 15 Euro pro Person (inklusive Kaffee und Mittagsimbiss). Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/geschichtstag sowie beim Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises unter Telefon (0 61 72) 9 99 46 10, oder kultur@hochtaunuskreis.de. red

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