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Flörsheim: Polizei meldet Zunahme beiSachbeschädigungen und Gewaltkriminalität

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Die Polizei hat in der Mainstadt viel zu tun: Flörsheim lag im Jahr 2021 mit insgesamt 4379 angezeigten Straftaten deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 3941.
Die Polizei hat in der Mainstadt viel zu tun: Flörsheim lag im Jahr 2021 mit insgesamt 4379 angezeigten Straftaten deutlich über dem Kreisdurchschnitt von 3941. © Swen Pförtner/dpa

Aufklärungsquote ist gestiegen - Zahl der Gesamtdelikte sinkt zwar, ist aber noch hoch.

Flörsheim -Ob die Polizei in Flörsheim besonders gut ermittelt, oder ob sie hier einfach mehr Unterstützung durch aufmerksame Bürger oder aber durch aussagewillige Zeugen hat, das lässt sich aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2021 nicht herauslesen. In der Regel ist es eine Mischung all dieser Faktoren, wenn es besonders gut läuft bei der Aufklärung von Straftaten.

Sicher ist: So gut wie in Flörsheim lief es im vergangenen Jahr sonst nirgends im Main-Taunus-Kreis. Die Polizei darf in der Mainstadt mit Stolz auf eine Aufklärungsquote von 69,2 Prozent verweisen. Das ist noch einmal eine Steigerung gegenüber dem schon guten Vorjahr 2020, in dem in 62,9 Prozent aller Straftaten ein Verantwortlicher oder eine Verantwortliche dafür dingfest gemacht werden konnte.

Der Wermutstropfen: Bei der sogenannten "Häufigkeitszahl", bei der die Delikte auf je 100 000 Einwohner hochgerechnet werden, liegt Flörsheim mit 4379 Straftaten über dem Kreisdurchschnitt von 3941. Prozentual ist also die Wahrscheinlichkeit, als Flörsheimer Opfer eines Verbrechens zu werden, im vergangenen Jahr höher gewesen als auf den gesamten Main-Taunus-Kreis umgerechnet.

Wie im Kreis, war aber auch in Flörsheim im vergangenen Jahr die Zahl der zur Anzeige gebrachten Straftaten rückläufig. Sie sank von zuletzt 1007 (2020) auf 950. Die Sachbeschädigung war das häufigste Delikt, hier gab es 142 Fälle zu bearbeiten - und damit sogar zehn mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote ist zwar um gut sechs Prozent gestiegen, kann aber mit 30,3 Prozent nicht wirklich befriedigen.

Gegen den Trend gewachsen ist auch die Gewaltkriminalität. 31 Taten wurden von den Polizeibeamten offiziell registriert (plus vier ). Gesunken sind dagegen die Verstöße, die im Bereich der Rauschgiftkriminalität auffielen (von 72 auf 59). Hier ist die Aufklärungsquote mit 96,9 Prozent ganz besonders erfreulich). Beim einfachen Diebstahl, der in 106 Fällen verfolgt wurde, konnten dagegen nur für 36,8 Prozent Ermittlungserfolge erzielt werden. Beim schweren Diebstahl, zu dem die Wohnungseinbrüche zählen, waren es von 100 Fällen 41 Prozent.

Die Beleidigungen (53 Fälle) gehört neben der Rauschgiftkriminalität sowie der vorsätzlichen leichten Körperverletzung (98 Fälle) zu den Delikten, in denen in mehr als 98,1 Prozent (Beleidigung) und 93,9 deutlich überdurchschnittlich oft Tatverdächtige ermittelt werden konnten.

Meist waren, auf die Gesamtzahl gesehen, die Straftaten-Verursacher, die dingfest gemacht wurden, übrigens männlich, nämlich 396 von 525 Personen. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 36,4 Prozent und damit um 4,2 Prozent höher als noch im Jahr 2020. babs

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