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Führendes Trio (v. li.): Dieter Wolf, sein Nachfolger Ulrich Krebs und der ehemalige Erste Stadtrat Leo Fercher. Archiv-Foto: nietner

Porträt

Flörsheim: "Flörsheim ist etwas Besonderes

Der ehemalige Bürgermeister der Mainstadt, Dieter Wolf, feiert heute seinen 80. Geburtstag.

Flörsheim -Wo soll man aufhören und wo soll man anfangen, um alles das aufzuzählen, was der ehemalige Bürgermeister Dieter Wolf (CDU) für die Mainstadt initiiert und realisiert hat? Eine Zeitungsseite würde nicht ausreichen, um das alles aufzuzählen. Kein Wunder, denn das Gestalten stand für den akribische Verwaltungsmann stets im Vordergrund. Pragmatisch in der Ausführung, einfallsreich in der Umsetzung der Ideen und verbindlich im Umgang mit denjenigen, die mit im Boot sein müssen, um Projekte voranzutreiben - so könnte man vielleicht am besten die Arbeitsweise von Dieter Wolf als Bürgermeister beschreiben. "Ich habe immer versucht, eine möglichst breite Mehrheit zu bekommen", erklärt der überzeugte Flörsheimer, der heute seinen 80. Geburtstag feiert.

Der Corona-Krise ist es geschuldet, dass die Feier gemeinsam mit seiner Ehefrau Helga, seinem Sohn und seiner Schwiegertochter samt Enkel im engsten Familienkreis stattfindet. Im Frühjahr soll es eine größere Feier geben - vorausgesetzt, die Corona-Pandemie ist bis dahin eingedämmt. Dieter Wolf ist mit sich im Reinen, das ist dem nun 80-Jährigen anzumerken. Mit "seiner Stadt", "seinem Flörsheim" ist er zufrieden. "Ich bin ein echter Flörsheimer, das ist meine Stadt", sagt er ohne Pathos. Dieses Flörsheim hat Dieter Wolf wie kein Zweiter geprägt. Über aktuelle städtische Probleme möchte er eigentlich gar nicht reden. Schließlich habe alles seine Zeit. Für ihn sei es während seiner Amtszeit wichtig gewesen, dass zwar nicht über den Kirchturm von Sankt Gallus hinaus gebaut werden sollte. "Über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen war aber genau so wichtig", meint er. So engagierte sich Dieter Wolf im Kreistag genau so wie später nach seiner Amtszeit als Geschäftsführer bei der Gesellschaft zur Rekultivierung der Weilbacher Kiesgrubenlandschaft (GRKW). Hilfreich waren ihm die vielen Verbindungen, die er knüpfen konnte. Mit Alfred Schubert, damals Bürgermeister von Hattersheim, dem damaligen Kreisbeigeordneten Wolfgang Knoll oder Gerd Mehler gab es Persönlichkeiten, mit denen Dieter Wolf manche Vorhaben in der Region voranbrachte.

Sein Verhältnis zu seiner Heimatstadt war während seiner Amtsperioden offensichtlich. "Ich war der Meinung, die Leute von außerhalb müssen merken, dass Flörsheim etwas Besonderes ist. Zum Beispiel wenn sie von der Opel-Brücke nach Flörsheim fahren", erläutert Dieter Wolf. Entsprechend legte er Wert auf die Gestaltung von Grünanlagen, nicht nur an den an Ortseingängen. Doch was hat sich geändert im Vergleich zu früher? "Die Menschen sprechen heute weniger miteinander." Das er dies nicht gut findet, daraus macht er keinen Hehl. Positiv sieht er die Rolle der jüngeren Leute in der Kommunalpolitik. "Die machen das gut. Und Bürgermeister Bernd Blisch geht auf die Leute zu und spricht mit ihnen", lobt Dieter Wolf.

Diese Art und Weise, Kontakte mit den Bürgern zu knüpfen, hält der erfahrene Politiker als unabdingbar für einen Rathauschef. Er selbst hat es jahrelang vorgemacht und so manchen Konflikt schon im Ansatz entschärfen können. meh

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