Das Wasserspiel neben dem neuen Rathaus sorgt für kühlendes Nass. Ein Wochenmarkt in diesem Bereich wäre eventuell möglich
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Das Wasserspiel neben dem neuen Rathaus sorgt für kühlendes Nass. Ein Wochenmarkt in diesem Bereich wäre eventuell möglich

Wochenmarkt

Flörsheim: Rathausplatz könnte Ausweichfläche für Wochenmarkt sein

Alternative Standorte für ein Marktangebot sind auch im Stadtteil Wicker im Gespräch. Einen ersten Besichtigungstermin von Marktbeschickern gab es aber am neuen Rathaus.

Flörsheim -Jeden Freitag bieten die Händler auf dem Wochenmarkt ihre Waren an. Für Freunde von frischer und regionaler Kost ist der Platz vor der Gallus-Kirche eine regelmäßige Anlaufstelle. Künftig könnten sie den Marktbeschickern vielleicht an anderer Stelle im Stadtgebiet begegnen. Vertreter der Stadt trafen sich vor einigen Tagen mit den Standbetreibern auf dem Rathausplatz. Bei der Begehung wollten sie herausfinden, ob sich die Freifläche zwischen Verwaltung und Kultur-Scheune als alternativer Marktplatz eignet.

So viel bereits vorweg: Die Stadt plant derzeit nicht, den bisherigen Wochenmarkt vor dem Kirchplatz abzuschaffen. Es gebe aber Überlegungen, einen zweiten Markttag anzubieten, erklärt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) auf Anfrage dieser Zeitung. In der Vergangenheit sei der Vorschlag gemacht worden, man könne den Rathausplatz durch ein Wochenmarkt-Angebot beleben. Zweifellos sei es wichtig, einen zweiten Marktplatz als Ausweichfläche zu haben, erläutert der Verwaltungschef. Die Verlegung des Wochenmarktes könnte unausweichlich sein, sobald die katholische Gemeinde das in die Jahre gekommene Pfarrzentrum Sankt Gallus erneuern oder gar abreißen lässt. Die Baustelle würde nämlich genau an den Kirchplatz grenzen. "Darauf müssen wir vorbereitet sein", sagt Verwaltungschef Bernd Blisch. Einen Zeitplan für die Sanierung des Gallus-Zentrums gibt es noch nicht.

Um die Voraussetzungen auf dem Rathausplatz zu klären, nahmen die Marktbeschicker den möglichen Standort genauer unter die Lupe. Die Fragen der Händler drehten sich um Wasser- und Stromanschlüsse, aber auch darum, ob es ausreichend schattige Plätze gibt. Das Urteil sei grundsätzlich positiv ausgefallen. "Der ein oder andere wäre zu einem zweiten Markttag bereit", resümiert Verwaltungschef Blisch.

Es könnte aber auch passieren, dass die Stadt einen ganz anderen Standort für einen zweiten Wochenmarkt vorzieht. Bürgermeister Bernd Blisch verweist auf Diskussionen über ein neues Nahversorgungskonzept für den Stadtteil Wicker. Unter anderem war ein Bauernmarkt im Bereich der Alten Goldborschule im Gespräch. Denkbar sei auch ein Marktangebot vor dem Weinprobierstand am "Tor zum Rheingau". Im Zweifelsfall würde Bernd Blisch dem Stadtteil bei der Suche nach einem zusätzlichen Marktplatz Vorrang geben. "Da ist die Nahversorgung knapper als in Flörsheim", erklärt der Rathauschef. Welcher Ort auch immer am Ende in die nähere Auswahl rückt - letztlich hänge die Entscheidung von der Bereitschaft einer ausreichenden Zahl an Marktbeschickern ab, betont Blisch. "Ein Stand allein macht noch keinen Markt." sas

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