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Flörsheim: SPD möchte „Fakten auf den Tisch“

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Für die Rathausvilla an der Bahnhofstraße war unter anderem eine energetische Sanierung vorgesehen.
Für die Rathausvilla an der Bahnhofstraße war unter anderem eine energetische Sanierung vorgesehen. © Mehrfeld, Niklaus

Sozialdemokraten fragen nach der energetischen Situation bei den städtischen Immobilien.

Flörsheim -Keine Frage: Die Energiekrise und die inflationären Preise für Strom und Gas führen dazu, dass manche Politiker schnell mit Ermahnungen und Belehrungen bei der Hand sind. Dies geschieht auf Bundesebene, aber immer öfter auf kommunaler Ebene. Vielen Bürgern geht dies auf den Geist. Wissen sie doch selbst, war es kosten kann, Energie zu verschwenden oder bei fehlender Wärmedämmung mehr als normal dafür bezahlen zu müssen, wenn es in den Wohnräumen im Herbst und Winter tatsächlich erträglich warm bleiben soll.

Die ständige Berieselung mit Vorschlägen, wie Energie gespart und noch mehr getan werden kann, um gut über den Winter zu kommen, erzeugt meist das Gegenteil von dem, was diese art von „Aufklärung“ bringen soll. Die genervten Bürger nehmen das Ermahnen und Belehren nicht mehr richtig zu Kenntnis, sondern verweigern sich gedanklich diesen ja grundsätzlich guten Gedanken. Das Thema „Aufforderung an die Bürger zur energetischen Gebäudesanierung und zur Energieeinsparung“ haben nun die Sozialdemokraten aufs Korn genommen. In diesem Zusammenhang wird nicht erwähnt, dass die Stadt Flörsheim für Energiesparmaßnahmen vor allem Steuergeld verwendet. Ein privater Hauseigentümer muss das selbst finanzieren, auch wenn es für sie verschiedene und unterschiedlich große Zuschuss- und Fördermöglichkeiten gibt. Die SPD-Stadtverordnetenfraktion hat nun eine Anfrage zur energetischen Situation der städtischen Gebäude eingebracht. In dieser Anfrage wird gefordert, in einer Liste alle städtischen Gebäude aufzuführen, in welchem energetischen Zustand sich die einzelnen Gebäude hinsichtlich Wärmedämmung, beispielsweise bei Fenstern oder Türen, befinden, ob die Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind oder wann dies geschehen soll.

Außerdem fragen die Sozialdemokraten nach der Art der Heizungen sowie dem Verbrauch von Strom und Heizenergie in den einzelnen städtischen Immobilien. Schließlich soll der Magistrat auch darüber berichten, welche Maßnahmen bei den einzelnen Gebäuden zur energetischen Sanierung vorgesehen sind, wie sie zukünftig beheizt werden sollen und wann welche Maßnahmen realisiert werden.

„Wenn die Stadt private Gebäudeeigentümer immer wieder zur energetischen Gebäudesanierung, zur Energieeinsparung, zur Umstellung von Heizungen und zum Bau von Photovoltaikanlagen auffordert, dann ist es wichtig, dass sie bei ihren eigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangeht und den Worten auch Taten folgen lässt“, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Fraktion dazu. „Leider liegen dazu nur wenige Informationen vor. Deshalb wollen wir erreichen, dass jetzt die Fakten auf den Tisch kommen“, heißt es in der Mitteilung der SPD zu ihrer Anfrage weiter. meh

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