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Nicht nur Eigentumswohnungen, wie hier im Baugebiet Nord, sollen in den nächsten Jahren in Flörsheim entstehen. Vor allem die Schaffung von preisgünstigen Mietwohnungen soll forciert werden.

Politik

3000 neue Wohnungen – So will die SPD die Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet lindern

  • Niklaus Mehrfeld
    vonNiklaus Mehrfeld
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Sozialdemokraten möchte Diskussion über die Schaffung von 2000 bis 3000 neuen Wohneinheiten anstoßen.

Flörsheim – Egal, ob Altstadt oder Baugebiet Nord, Wicker oder Weilbach - überall dort sind bezahlbare Wohnungen rar gesät. Dies wissen alle Flörsheimer Parteien. Die Flörsheimer Sozialdemokraten haben sich nun dem Thema bezahlbarer Wohnraum angenommen. „Wir wollen, dass junge Familien, Einkommensschwächere und ältere Menschen in Flörsheim wohnen bleiben können, weil sie hier bezahlbaren Wohnraum finden. Wir wollen darüber hinaus aber auch einen Beitrag zur Linderung der Wohnraumnot im Rhein-Main-Gebiet liefern“, erklärte die Vorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion, Marion Eisenmann-Kohl.

Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet: Die SPD Flörsheim will Abhilfe schaffen

Sie verwies darauf, dass fast alle Sozialwohnungen in Flörsheim der GWH (Wohnungsbaugesellschaft mbH Hessen) gehören. Die Stadt Flörsheim ist über die Wohnungsbaugesellschaft Merian, an der die Stadt eine Minderheitsbeteiligung hält und die GWH die Mehrheit, mit der Landesgesellschaft verbunden.

Neue Studien gingen davon aus, dass im Main-Taunus-Kreis bis zum Jahr 2030 rund 20.000 Wohnungen fehlen werden. Anteilig entfällt davon auf die Mainstadt ein Anteil von rund 2000 Wohnungen, die in Flörsheim demnach gebaut werden müssten. Die Sozialdemokraten verweisen außerdem auf die Initiative „Großer Frankfurter Bogen“, die Wirtschaftsminister Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) gestartet hat. Demnach sollen in einem Radius von 30 Zugminuten rund um Frankfurt 200.000 neue Wohnungen entstehen. Demnach wären in Flörsheim noch mehr als die zuvor genannten 2000 Wohnungen zu bauen.

Umland Metropole Frankfurt: Bis 2030 sollen 200.000 neue Wohnungen entstehen

Der Minister hatte eine deutliche Ausweitung der Fördermittel des Landes auch und gerade für den Erhalt und den Neubau von Sozialwohnungen angekündigt und die Wohnungsbaugesellschaften mit Landesbeteiligung aufgefordert, die Aufkündigung der Sozialbindung von Wohnungen zu stoppen sowie den Neubau von Wohnungen zu forcieren. „Wir wollen deshalb von der GWH wissen, wie viele Sozialwohnungen sie in Flörsheim noch hält, wie viele davon in den nächsten Jahren aus der Sozialbindung fallen und welche Neubauprojekte die Gesellschaft in Flörsheim plant“, erklärte SPD-Fraktionschefin Marion Eisenmann-Kohl. Einem entsprechenden Berichtsantrag der Sozialdemokraten wurde in der Zwischenzeit von den Stadtverordneten zugestimmt.

Im Stadtentwicklungskonzept solle deshalb die Planung für den Bau von preiswerten Wohnraum vorgesehen werden, erklärte SPD-Vorsitzender Gerd Mehler. Es sei sinnvoll, wegen des Klimaschutzes entlang der S-Bahnlinie neue Wohnräume zu schaffen. Mehler erklärte auf Nachfrage, dass seine Partei darauf Wert lege, den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen sowie Reihenhäusern zu forcieren. meh/red

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