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Flörsheim: Stadt stoppt Kita-Bauwegen Preiserhöhung

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Bodenarbeiten und Fundamente für die Kita-Erweiterung an der Hofheimer Straße sind abgeschlossen. Jetzt geht das Warten auf die Außenhülle los. Die Gewerke mussten neu ausgeschrieben werden. FOTO: kröner
Bodenarbeiten und Fundamente für die Kita-Erweiterung an der Hofheimer Straße sind abgeschlossen. Jetzt geht das Warten auf die Außenhülle los. Die Gewerke mussten neu ausgeschrieben werden. © Kröner, sascha

Kostensteigerung von 1,4 auf 2,2 Millionen Euro wurde abgewendet, trotzdem wird es teurer.

Weilbach -Noch sieht der Rohbau in der Hofheimer Straße nicht wie eine Kindertagesstätte (Kita) aus. Aus dem Fundament der Kellerräume erhebt sich ein einsamer grauer Turm mit mehreren Öffnungen. Es handelt sich um das Treppenhaus, das die künftigen Stockwerke des kombinierten Wohn- und Kita-Gebäudes miteinander verbinden soll. Die bisherigen Baufortschritte lassen jedoch noch kein Gebäude erkennen. Warum dies so ist, liegt auf der Hand: Derzeit fehlt schlicht und einfach die gesamte Hülle von Wänden, Fenstern und Türen bis zum Dach.

Die fehlenden Gewerke sollen in einer Holzbauweise errichtet werden, und ginge es nach den ursprünglichen Plänen, so wären sie eigentlich in den kommenden Wochen an der Reihe. Die Einhausung der Erweiterung für die Kita "Pusteblume" verzögert sich jedoch, weil die Stadt die Ausschreibung zum Jahresanfang aufgehoben hat. Das Bauprojekt sei genau in die Phase der Holzpreissteigerungen gerutscht, erläutert Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) auf Nachfrage dieser Zeitung. Dies habe zu einer beträchtlichen Verteuerung geführt. Die anfängliche Kostenschätzung für die ausstehenden Gewerke sei von 1,4 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro gestiegen - eine Preiserhöhung um 800 000 Euro. Daraufhin habe die Stadt die Vergabe aufgehoben und die Arbeiten erneut ausgeschrieben, berichtet Mohr. So habe sich nun ein Anbieter gefunden, der die Arbeiten 500 000 Euro günstiger durchführt. Die Mehrkosten gegenüber der anfänglichen Preiskalkulation betragen also "nur" noch 300 000 Euro. Das Ausschreibungsergebnis habe längst den Magistrat passiert, und die Gebäudehülle sei in Produktion, erklärt die Erste Stadträtin. Trotzdem hat die Neuausschreibung Zeit gekostet. In diesem und im kommenden Monat sollen, laut Renate Mohr, Leitungen verlegt werden. Wann es mit der Fassade weitergeht, lasse sich noch nicht genau sagen. Die Stadträtin geht jedoch davon aus, dass die Arbeiten ab Juli ruhen und im September oder Oktober fortgesetzt werden können. Danach folge als letzter Abschnitt der Innenausbau.

Auch das Streitthema Gehwegsperrung scheint vorerst aus der Welt zu sein. Zum Jahresende war Kritik laut geworden, weil die Stadt den Bürgersteig entlang der Hofheimer Straße während der Bauarbeiten gesperrt hatte. Momentan ist der Weg jedoch offen. Dies werde während der restlichen Arbeiten auch die meiste Zeit so bleiben, erklärt Renate Mohr. Nur während der Errichtung der Gebäudehülle könne es noch einmal zu Einschränkungen kommen.

Fortschritt kann die Erste Stadträtin bei den Planungen für den Parkplatz auf der anderen Seite der Kita vermelden. Diese sehen vor, dass sich die Zahl der Stellplätze von 13 auf 25 erhöht. Alle Bäume können erhalten bleiben. Die Zufahrt zum Parkplatz soll wie bisher über die Frankfurter Straße erfolgen. Die Ausfahrt wird jedoch künftig an die Schloßstraße angebunden. Im Gegensatz zur momentanen Situation werde es möglich sein, auf dem Parkplatz zu rangieren und Runden zu fahren, erläutert Mohr. Die Stadt habe die Pläne bei der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil eingereicht. sas

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