In einem neu geschaffenen Gremium mit der Bezeichnung Dialogforum soll regelmäßig über Neuigkeiten des Deponie-Betriebs informiert werden. FOTO: Stein/dpa
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In einem neu geschaffenen Gremium mit der Bezeichnung Dialogforum soll regelmäßig über Neuigkeiten des Deponie-Betriebs informiert werden.

Deponiepark

Flörsheim: Tabuthemen soll es nicht geben

Das Dialogforum Mülldeponie absolvierte die konstituierende Sitzung und wählt einen Sprecher.

Wicker -Nachdem das von der Rhein-Main-Deponie (RMD) Gesellschaft mbH geplante und schließlich wegen der Proteste aus der Bevölkerung geplatzte "Deponie auf Deponie"-Projekt im Vorjahr für viel Wirbel sorgte, hat nun ein sogenanntes Dialogforum seine Arbeit aufgenommen.

"Geplant ist, dass man sich in dieser Runde, die sich aus 18 stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der RMD-Geschäftsführung und des Aufsichtsrats, den Gesellschaftern und den Umweltämtern des Main-Taunus- und Hochtaunuskreises, den Städten Flörsheim und Hochheim sowie den Winzervereinen Wicker und Hochheim, den Jungwinzern von Mainwerk 3 und den Bürgerinitiativen Massenheim und Gegenwind 2011 zusammensetzt, vierteljährlich zu einem intensiven und offenen Informationsaustausch trifft", heißt es in einer Mitteilung des neuen Gremiums sowie der RMD.

Zum Vorsitzenden und Sprecher des Dialogforums wurde in der konstituierenden Sitzung Dr. Hans-Peter Huppert von Gegenwind 2011 Rhein-Main gewählt. Er befasse sich bereits seit dem Jahr 2005 mit der Deponie in Wicker. Huppert hatte bei dem einst propagierten Deponieausbau die Interessen der Winzervereine und der Bürgerinitiativen Massenheim und Gegenwind 2011 vertreten.

Nach seiner Wahl betonte er, wie wichtig es sei, dass man mit dem Dialogforum einen Weg gefunden habe, alle Entscheidungsprozesse zukünftig nicht gegeneinander, "sondern miteinander konsensfähig und robust zu gestalten". Die konstituierende Sitzung habe bereits gezeigt, dass man sich fair, aber durchaus kritisch mit allen Vorgängen rund um die Stilllegung der Deponie Wicker befassen will. Einzelheiten dazu wurden aber nicht mitgeteilt. Das Dialogforum Deponie Wicker solle dabei helfen, die Aktivitäten rund um und auf der Deponie Wicker für die Öffentlichkeit transparent und verständlich zu machen. Tabuthemen gebe es keine, alle Fragen ob technischer, ökonomischer oder ökologischer Natur, sollen im Forum diskutiert werden können. red/meh

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