Der kombinierte Fuß- und Radweg wird unter der A 3 schmaler. Die SPD sieht darin ein Sicherheitsrisiko - vor allem, weil Autos dort 80 fahren dürfen.
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Der kombinierte Fuß- und Radweg wird unter der A 3 schmaler. Die SPD sieht darin ein Sicherheitsrisiko - vor allem, weil Autos dort 80 fahren dürfen.

Straßenverkehr

Flörsheim: Tempo 60 ist am Nadelöhr schon in Planung

Der Rad- und Fußweg unter der Autobahnbrücke am Ortsausgang in Richtung Bad Weilbach ist seit seinem Bestehen dort stark verengt. Die Mitglieder des Ortsbeirats sind nun deshalb in Sorge.

Weilbach -Wer von Weilbach auf direktem Weg nach Flörsheim fährt, der muss unter der A 3 und der ICE-Trasse durch. Auf Höhe der Autobahnbrücke kommen sich Autos, Radfahrer und Fußgänger nahe - aus Sicht mancher Weilbacher sogar bedrohlich nahe. Der Fuß- und Radweg, der entlang der Landstraße verläuft, verengt sich nämlich unter der Brücke von drei auf zwei Meter. SPD-Mann Wilfried Theiß sprach im Ortsbeirat von einer "gefährlichen Ecke". Laut Verwaltung ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung bereits in Arbeit.

SPD: Weg ist nicht breit genug

Die Sozialdemokraten setzten sich im Ortsbeirat mit einem Antrag für die Prüfung der Situation ein. Wilfried Theiß erläuterte, dass der Abschnitt entlang der Straße als gemeinsamer Fuß- und Radweg in der Tempo-30-Zone beginne. Vor der Brücke ändere sich diese Regelung: Der Weg gelte in diesem Bereich als Fußweg, der durch das Sonderzeichen "Radverkehr frei" auf für Radfahrer freigegeben sei.

Bedenklich ist aus Sicht des Weilbachers zum einen die geringe Breite, da sich Fußgänger und Radfahrer unter dem Brückenbauwerk entgegenkommen. Der Weg messe lediglich 2 Meter, obwohl die Regelbreite für Begegnungsverkehr 2,40 Meter betrage. Es komme nicht selten vor, dass Radfahrer spontan auf die Fahrbahn wechseln, hat Theiß beobachtet. Dies ist aus Sicht des SPD-Manns besonders gefährlich, weil Autos ab dem Ortsausgangsschild bis zur Brücke 80 Stundenkilometer fahren dürfen. Kurz hinter der Brücke gilt ab der Einfahrt zur Natronquelle wieder eine Tempo-60-Regelung.

Schlechtes Licht, bröckelige Brücke

Theiß argumentierte, dass die Gefahr durch die schlechten Lichtverhältnisse unter der Brücke noch verschärft werde. Außerdem wies der SPD-Mann auf den schlechten baulichen Zustand der Brücke hin. An manchen Stellen seien bereits die Stahlbauteile unter dem Beton freigelegt. Durch herunterfallende oder am Boden liegende Brückenteile erhöhe sich das Risiko für Fußgänger und Radfahrer. Der Sozialdemokrat schlug vor, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit aus Richtung Weilbach auf 60 Stundenkilometer zu reduzieren. Die unzureichende Beleuchtung solle durch moderne LED-Lampen ersetzt und der bauliche Zustand der Brücke untersucht werden. Bürgermeister Bernd Blisch (CDU) erläuterte, dass die Stadt bereits mit der Verkehrsbehörde Hessen Mobil wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung in Kontakt stehe. Die Polizei habe der Anpassung zugestimmt. Thorsten Press (FDP) merkte an, dass es in diesem Bereich wenigstens einen Rad- und Fußweg entlang der Landstraße gebe. So etwas würde er sich in Richtung Wicker oder Hattersheim wünschen.

Gremium steht einstimmig dahinter

Die übrigen Ortsbeiratsmitglieder unterstützten den Inhalt des Prüfantrags. Uneinigkeit herrschte nur darüber, wo das Thema abgestimmt werden sollte. Die CDU sah die Verkehrskommission zuständig. Letztlich wurde der Prüfantrag jedoch einstimmig im Ortsbeirat auf den Weg gebracht.

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