Der Bach an der Alleestraße in Bad Weilbach, der von der Schwefelquelle in Richtung Main fließt, ist im Sommer oft versiegt. Darunter leiden auch die Bäume neben dem Bachlauf. 	Foto: Mehrfeld
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Der Bach an der Alleestraße in Bad Weilbach, der von der Schwefelquelle in Richtung Main fließt, ist im Sommer oft versiegt. Darunter leiden auch die Bäume neben dem Bachlauf. Foto: Mehrfeld

Infrastruktur

Flörsheim: Trockenheit gefährdet besonders die Stadtbäume

Die Stadtverwaltung bittet die Anwohner von städtischen Grünflächen um Mithilfe bei der Bewässerung von Bäumen. Für die öffentlichen Flächen im Neubaugebiet Nord wurde eine Firma mit der Bewässerung beauftragt.

Flörsheim - Angesichts der anhaltenden Trockenheit sorgt sich die Stadtverwaltung um die Bäume im Stadtgebiet. Die lange Trockenheit sei für heimische Bäume sehr problematisch und das Jahr 2020 bereits das dritte aufeinanderfolgende Jahr mit viel zu wenig Niederschlag. Straßenbäume seien durch die Trockenheit besonders gefährdet. Sie verfügten in der Regel über wenig Platz unter der Erdoberfläche und das meiste Regenwasser fließe über versiegelte Flächen direkt in die Kanalisation. Außerdem sei das Klima in der Stadt heißer und die Stadtbäume seien Abgasen sowie Hunde-Urin ausgesetzt. Dauere eine Trockenperiode länger als eine Woche sollten Bäume gewässert werden.

Am besten sei es, wenn der Wurzelbereich eines Baumes ein bis zweimal pro Woche am späten Abend für 30 bis 45 Minuten mit dem Gartenschlauch gewässert werde. Mit diesem Wasser - circa 300 Liter - komme ein Baum einige Tage aus. Außerdem gebe es weitere Möglichkeiten, etwa das Gießen mit Gießkanne oder Eimer. Gießringe im Boden könnten das Gießwasser gleichmäßig über dem Wurzelballen verteilen. Und Bewässerungssäcke würden das Nass langsam über kleine Löcher in den Boden sickern lassen. Zum Gießen der Bäume sollte möglichst Brauch- oder Regenwasser verwendet werden.

Die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs sind nach Mitteilung der Stadtverwaltung bereits seit Wochen zusätzlich Freitagnachmittags und samstags zum Wässern unterwegs. Da die personellen Kapazitäten des Baubetriebshofes aber begrenzt seien, kommt jetzt Unterstützung auch vonseiten der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz. Deren Beschäftigte entlasten den Baubetriebshof ab sofort beim Gießen und Wässern. Mit einem 2000 Liter fassenden Tank, den der Baubetriebshof zur Verfügung stellt, sind sie montags bis freitags am Vormittag im Stadtgebiet unterwegs.

Außerdem hat sich die Stadtverwaltung bereits zusätzliche externe Hilfe beschafft. Für den Betrag von 13 500 Euro wässert eine professionelle Firma die Straßenbäume im Baugebiet Nord. Doch selbstverständlich sei auch die Hilfe der Bürger sehr willkommen.

Wer bereit ist, die Stadt beim Wässern kleinerer Bäume oder kleiner Grünflächen in der Nähe seines Grundstückes zu unterstützen, kann sich beim Leiter des Baubetriebshofs, Markus Hanf, Rufnummer (0 61 45) 95 53 40, melden. hk

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